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Bild: Selbständiges Fahren im eigenen Wagen nach der Betreuung im Fahrschulwagen, Überholen auf der Autobahn Berlin Richtung Dresden, Angsthasenfahrlehrer fährt hinten rechts mit

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Fahrlehrer/in, Angsthasenfahrlehrer/in gesucht

Nächster Angsthasentreff fällt vorläufig aus!

logo angsthasenfahrschuleLetzter Angsthasentreff: Sa 27.08.2016. Leitung Frank Müller

Beim vergangenen Termin Sa 27. August 2016 waren drei Teilnehmerinnen anwesend. Alle drei litten an Fahrängsten im Straßenverkehr und an Angst vor Dränglern. Eine stammt aus den USA, möchte nach dem Kurs in der Angsthasenfahrschule wieder dort einigermaßen angstfrei fahren. 

Achtung: Vorläufig keine Angsthasentreffs mehr!

Mit den unten stehenden Email-Adressen und Telefonnummern können Sie sich auf eine Warteliste setzen lassen. 

Anmeldungen für das Angsthasentreff bitte unter Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder mobil 0163 4281079.
Auch Anmeldungen über die Fahrlehrerausbildungsstätte PS Profi sind möglich: Festnetz 030 45092260, mobil 0176 70557056 (nachmittags)


Kurspläne der PS Profi GmbH 2016:

1. Termine zur Ausbildung     

2. Termine zur Fortbildung 


Haben Sie Angst vor dem Autofahren?

Vermeiden schafft Angst, konfrontieren überwindet die Angst vor dem Autofahren

Fahrängste bewältigen, entspannt und sicher fahren

Viele Menschen leiden an Fahrängsten. Unter der Auswirkung von Angst kann man aber weder entspannt noch sicher Auto fahren oder sich im Verkehr bewegen. Daher hören sie irgendwann ganz auf mit dem Fahren. Es "geht" dann eben nicht mehr, außerdem spüren sie die Verantwortung, unter diesen Umständen lieber nicht weiter zu fahren.

Und doch haben sie immer auch den Wunsch, wieder zu fahren. Sei es wegen der Betreuung der Kinder oder der Mühe, den Arbeitsplatz zu erreichen. Der wichtigste Grund ist aber, endlich die inneren Zwänge los zu werden, keine Angst mehr vor dem Autofahren zu haben, zu fahren, wann man gerade muss oder Lust hat. 

Das Ziel: Ich möchte wieder ohne Zwänge und Angst entspannt und sicher Auto fahren

Ehemalige Angsthäsin auf der Rückfahrt von der Ostsee nach Berlin
Ehemalige Angsthäsin auf der Rückfahrt von der Ostsee nach Berlin

Viele haben innerer Kämpfe und Irrwege hinter sich, bis sie sich endlich entschlossen haben, professionelle Hilfe zu suchen. Sie wollen schlicht und einfach wieder entspannt, ohne Angst, und sicher Auto fahren. Dabei kann sie die Angsthasenfahrschule Frank Müller wirkungsvoll unterstützen.

Wir bieten Ihnen auf dem Weg zu diesem Ziel vier  erprobte Programmteile an:

1. Angsthasentreff

Alle künftigen Angsthasen/häsinnen sind eingeladen, zuerst an einem Angsthasentreff teilzunehmen. Diese finden in der Regel am letzten Sonnabend eines Monats statt, in der Fahrlehrerausbildungsstätte PS Profi, Silbersteinstraße 5, Neukölln. Für alle gibt es dort Getränke und etwas zum Knabbern. Wir bilden einen Stuhlkreis. Als Angsthasenfahrlehrer stelle ich mich vor, erzähle ein bisschen von den Methoden der Angstbewältigung. Dann berichtet vielleicht eine ehemalige Angsthäsin, wie es ihr hinterher gegangen ist.

Nun kommt der Hauptteil der Veranstaltung. Alle Anwesenden erzählen reihum, wie es ihnen bis jetzt ergangen ist, wie sie Angst im Straßenverkehr bekommen haben und  was sie bis jetzt dagegen unternommen haben. Ich schreibe diese Erzählungen in konzentrierter Form an das Smartboard und mache schon mal ein paar Lösungsvorschläge. Wichtig ist vor allem das Verständnis, das der erzählenden Angsthäsin von den anderen Teilnehmerinenn entgegen gebracht wird. 

Zum Schluss reden wir noch über Organisatorisches und Preise. Ich verteile dazu ein Infoblatt. Wenn jemand sich gleich für Fahrtermine eintragen möchte, kann er/sie das gleich. Die anderen gehen nach Hause und denken vielleicht noch einmal über alles nach. 

2. Betreuung bei Fahrten im Großstadtverkehr und auf der Autobahn mit dem Fahrschulwagen; Fahrlehrer ist dabei 

In dieser Phase sind Sie wegen Ihrer Ängste und der vielleicht langen Vermeidung des Fahrens noch sehr schutzbedürftig. Als Fahrlehrer sorge ich mit für Ihren Schutz, wenn Sie wegen Ihrer Ängste und Ihrer fehlenden Routine in gefährliche Situationen zu geraten drohen. Dafür brauchen wir aber den Fahrschulwagen, denn nur hier habe ich die volle Möglichkeit, einzugreifen und Schaden zu verhindern. Damit in Ihrer Situation der großen Schutzbedürftigkeit keine Gefahrensituationen entstehen, ist es notwendig, dass wir uns streng an die Regeln der StVO halten. Aber das ist für die allermeisten Angsthäsinnen sowieso selbstverständlich. 

Von Anfang an aber sorge ich dafür, dass Sie durch die Wahl der Situationen und durch geeignete Möglichkeiten des Angstabbaus Ihre Konzentration behalten und möglichst selbst verantwortlich fahren können. Sie sollen vor allem ganz schnell im Training lernen, Angstspitzen abzubauen, um vernünftig fahren zu können. 

Die Ängste bauen wir ab, so wie wir es im Ratgeber "Keine Angst mehr hinterm Steuer" vorgestellt haben, in den dort ausgeführten sieben Schritten der Angstbewältigung. 

Den Schluss dieser Phase bilden Testfahrten, bei denen die Angsthasen/häsinnen sich möglichst selbständig, ohne Hilfe, durch den Großstadtverkehr bewegen. Dabei sollte es keine schweren Fehler geben. Der Umgang mit der Angst müsste in dieser Etappe der Betreuung gekonnt sein.  

3. Betreuung bei Fahrten mit Ihrem eigenen Wagen; Fahrlehrer ist dabei

Am Schluss der ersten Etappe sind Sie soweit, Ihre Unsicherheit im Stoff abgebaut, neue Routine erworben zu haben und die Angst kontrollieren zu können. Das heißt noch nicht, angstfrei zu fahren. Aber Sie wissen, wie Sie mit eventuell aufkommender Angst und Panik im Stadtverkehr oder auf der Autobahn umgehen können, senken Angstspitzen und fahren Auto insgesamt auf nur noch geringem Angstniveau. Für das selbständige Fahrern sind Sie jetzt gut vorbereitet. 

 

Selbständiges Fahren auf der Autobahn, Überholen eines Lkw. Fahrlehrer sitzt hinten rechts
Selbständiges Fahren auf der Autobahn, Überholen eines Lkw. Fahrlehrer sitzt hinten rechts

Sie übernehmen nun mehr Verantwortung. Wir fahren mit Ihrem eigenen Wagen. Falls Sie einen solchen nicht besitzen, können wir gern auch ein Mietauto nehmen. Als Fahrlehrer kann und darf ich jetzt nicht mehr eingreifen. Sie fahren selbstverantwortlich, für viele wieder Anlasse für neue Ängste. Daher werden wir die Anforderungen wieder zurückschrauben müssen. 

Obwohl ich als Fahrlehrer nicht mehr eingreifen darf, kann ich Ihnen aber sehr wohl noch vor oder in verzwickten Situationen raten. Zu Beginn dieser Phase fahren ich vorne rechts auf dem Beifahrersitz mit. Am Ende hinten rechts. Eigentlich ist es auf beiden Positionen nicht mehr möglich, einzugreifen. Dennoch empfinden alle Angsthäsinnen die Position des Fahrlehrers hinten rechts als besondere Herausforderung. Sie fühlen mehr die Last der eigenen Verantwortung. 

Wir bereiten zum Schluss dieser Phase das völlig selbständige Fahren im eigenen Wagen vor. Dazu üben wir vor allem "Lieblingsstrecken", die jede am liebsten fahren würde, beispielsweise von zu Hause zur Arbeit oder zur Schule wegen Kindertransport. 

4. Betreuung bei Ihren weiteren Fahrten im eigenen Wagen; jetzt fahren Sie ganz allein, ohne Fahrlehrer. Wir bereiten die Fahrten allerdings in Phase 3 vor

Die letzte Phase "durchmischt" die Phase 3. Während wir noch zusammen bestimmte Strecken in Ihrem eigenen Auto üben, fahren Sie anschließend diese Strecke ganz allein.

Diese letzte Etappe ist wiederum manchmal schwierig, es gibt vielleicht unerwartete Hindernisse. Dabei kann die Angst wieder aufflackern. Zumindest brauchen Sie wahrscheinlich weiter professionelle Beratung, und, wenn gewünscht, noch die eine oder andere Betreuungsstunde. Das schönste Ziel ist es, zum Schluss wirklich entspannt und sicher fahren zu können. 

Angsthasentreffs: Verständnis finden für die Angst vor dem Autofahren. Die Angstgeschichten einzelner Teilnehmer/innen

Wir beginnen unsere Betreuung mit einer Einladung an alle Angsthasen/ Angsthäsinnen zu einem gemeinsam Treff. Dort stelle ich unser Programm vor. Vor allem kommen die Anwesenden zu Wort, erzählen ihre Geschichte. Alle fühlen sich endlich verstanden und lernen voneinander. So möchte ich auch an dieser Stelle mit Geschichten beginnen, die ich und die anderen dort gehört haben. Es sind berührende Geschichten, Beispiele für die Leidensgeschichten von Angsthasen/ Angsthäsinnen. Es sind aber auch Geschichten, die durchaus auch Mut machen. Im anschließenden Gespräch zeigt sich meistens schon ein Ansatz für die weitere Betreuung und Behandlung der Probleme. 

Wenn Sie sich für den Hintergrund und den genaueren Ablauf des Angsthasentreffs interessieren, dann klicken Sie auf den Link Angsthasentreff

Hier fünf ganz typische Erzählungen in einer Runde:

1. Leider den Motor abgewürgt - Angst vor dem Auto

Eine junge Frau quält sich während der Fahrschulausbildung mit dem Anfahren. Immer wieder würgt sie den Motor ab. Der Fahrlehrer, leider ungeduldig, raunzt sie an, sie würde sein Auto ruinieren. Sie sei unbegabt fürs Autofahren. Er empfiehlt ihr dringend, auf Automatik-Auto zu üben. Sie will das nicht, wechselt die Fahrschule, fährt weiter Schaltwagen, der neue Fahrlehrer ist geduldiger. Doch etwas Angst vor dem Auto und dem Autofahren bleibt. Irgendwie schafft sie die Prüfung.

Autoangst muss nicht sein
Autoangst muss nicht sein

Einige Wochen später fährt sie, auf dem Weg zur Arbeit, über eine Kreuzung mit Vorfahrt von rechts. Von rechts kommt ein Auto, weit weg. Sie fährt langsam weiter vor, möchte losfahren, die alte Angst steigt auf, mitten auf der Kreuzung würgt sie ab. Inzwischen ist der andere Fahrer da, bremst und hupt vorwurfsvoll. In Panik will sie weg, nichts geht mehr, der Motor würgt jedes Mal ab. Schließlich fährt der andere um sie herum.

Sie kommt nun endlich weg, fährt den Wagen hinterher rechts heran, geht zu Fuß zur Arbeit. Sie zweifelt an sich, hat Angst vor dem Auto. Sie vermeidet das Fahren mehrere Jahre, denn sie fürchtet das nächste Mal einen schweren Unfall. Automatik zu fahren erscheint ihr wie eine endgültige Niederlage. Eine Auffrischungsstunde bei dem zweiten Fahrlehrer befreit sie nicht von der Angst. 

2. Bagatellunfall beim Einparken - Katastrophe?

Beim Einparken nicht aufgepasst, Blechschaden
Beim Einparken nicht aufgepasst, Blechschaden. Angst vor schweren Unfällen

Eine junge Frau kommt aus einer Familie, die dem Autofahren immer sehr ängstlich gegenüber stand. Die Mutter möchte immer genauestens Bescheid wissen, ob ihre Tochter eine Autofahrt plant und spricht vorher lange mit ihr über mögliche Gefahren. Auch die Tochter macht sich inzwischen Gedanken über schlimme Folgen ihrer Fahrten. Nach einer Fahrt parkt sie ein und kratzt dabei das links von ihr stehende Auto. Eigentlich ein Bagatellunfall, kein großer Blechschaden, sie regelt alles korrekt. Dennoch bleiben böse Gedanken zurück: "Ich kann es nicht. Das nächste Mal übersehe ich vielleicht beim Parken einen Menschen und drücke ihn mit dem Auto weg. Womöglich fällt der um, schlägt mit dem Kopf auf die Bordsteinkante, muss mit einer schweren Kopfverletzung ins Krankenhaus." Von der Mutter bestärkt, beschließt sie, das Autofahren lieber ganz aufzugeben.

3. Vom Land in die Großstadt: Angst vor dem dichten, schnellen Großstadtverkehr

Eine geübte Autofahrerin zieht mit ihrer Familie aus der ländlichen Gegend in die Großstadt um. Doch der Anblick des schnellen, dichten Verkehrs schreckt sie. Sie fürchtet Überforderung, fühlt sich unfähig, so wie die anderen mitzuschwimmen. Nach ihrem Gefühl drohen schwere Unfälle, wenn sie hier mithalten und den Fahrstreifen wechseln muss. Bekannte fordern sie auf, sich "einfach ins Auto zu setzen und los zu fahren." Das lehnt sie für sich ab, sie findet die Haltung der Bekannten leichtsinnig und verantwortungslos. Sie will  aber auch nicht mehr mit ihnen reden, sondern verschiebt die Lösung auf später. Dann bemerkt sie, dass aus dem "später" eine dauernde Vermeidung geworden ist.

4. Panik auf der Autobahn:

 

Autobahnpanik, Einfahrt in den mäßig beleuchteten Tunnel, kein Seitenstreifen
Autobahnpanik, Einfahrt in den mäßig beleuchteten Tunnel, kein Seitenstreifen
 

Ein junger Mann sieht sich beruflichem Stress ausgesetzt. Er fühlt keinen richtigen Ausweg. Mit seinem Auto auf der Autobahn unterwegs, erleidet er ohne Vorwarnung bei Tempo 150 eine Panikattacke. Das Herz klopft wie wild, er sieht nur noch unscharf, fühlt sich verkrampft und schweißbedeckt, hat das Gefühl, neben sich, ohne Kontrolle, zu sein. Er bremst ab, schleppt sich langsam fahrend bis zur nächsten Ausfahrt. Der Vorfall beschäftigt ihn sehr, viele Wochen fährt er nicht mehr Autobahn. Dann probiert er es doch wieder. Lange Zeit passiert nichts, dann schlägt die Panik wieder zu, mit voller Kraft, dieses Mal in einem Autobahntunnel. Nicht einmal ein Seitenstreifen ist vorhanden. Von Angst vor einer weiteren Panik gepeinigt, beschließt er, nie wieder auf die Autobahn zu fahren. Doch inzwischen merkt er, dass auch auf Bundesstraßen Panik droht. So beschränkt er sich beim Fahren auf Fahrten innerhalb der Großstadt.

5. Prüfungsangst in der Fahrprüfung:

Praktische Prüfung, Einstiegsphase, Begrüßung
Praktische Prüfung, Einstiegsphase, Begrüßung

Eine Fahrschülerin steht kurz vor der praktischen Prüfung, ist leider sehr nervös. Die Eltern und ihre Freunde, erwarten viel von ihr, glauben, bei ihren Fähigkeiten sei die Prüfung leicht für sie. Doch sie hält die Anforderungen für sehr hoch, traut sich wenig zu. Bei der Ausbildung hat sie ihr Fahrlehrer ein paar Mal hart kritisiert. Sicher gut gemeint, sie fand die Kritik jedoch niederschmetternd.

Beim Kennenlernen des Prüfers auf dem Hof der Prüfstelle bringt sie kaum einen Ton heraus. Die Abfahrt erfolgt holprig, mit zitterndem Bein würgt sie mehrmals den Motor ab. Der Prüfer erkennt ihre Not, möchte ihr helfen und weist ihr eine ganz lange Parklücke als Einparkaufgabe zu. Sie schafft die Lücke nicht, ist nur noch ein Nervenbündel, ihr Gehirn fühlt sich leer an, alle Abläufe beim Parken sind weg.

Die Parklücke so lang - da sollte die Kandidatin doch reinkommen??

Die Parklücke so lang - da sollte die Kandidatin doch reinkommen??

Nach dem Schock empfiehlt der Fahrlehrer fleißiges Üben, besonders das Parken. Doch bei der nächsten Prüfung packt sie wieder der Blackout (stressbedingter Gedächtnisverlust), dieses Mal in einer anderen Situation, beim Abbiegen nach rechts. Dort übersieht sie  einen Radfahrer, den sogar ein beinahe Blinder hätte sehen müssen. Nach der dritten, erfolglosen Prüfung mit hoher Nervosität hört sie schließlich auf und beschließt: "Nie wieder Prüfung!"

Das Autofahren zu vermeiden ist keine Lösung

All diesen Ängsten beim Autofahren ist gemein:

  • Vorgeschichte:
    Sie haben eine lange Vorgeschichte, Familie, Schule oder Fahrschule spielen eine Rolle

  • Intensität:
    Sie plagen die Betroffenen sehr stark

  • Vermeidung:
    Sie führen bei den Betroffenen zum Schluss, das Autofahren, das so viel Angst und Schrecken mit sich bringt, zu meiden, oder zumindest in wichtigen Teilbereichen zu meiden (so bei dem jungen Mann mit Panik auf der Autobahn). Bei manchen dauert die Zeit der Vermeidung 20 Jahre und mehr!

Fahrvermeidung schafft zwar momentan Erleichterung, löst aber die Probleme nicht, sondern verschlimmert sie auf die Dauer eher. Was auch immer schlechter geht, ist der Umgang mit dem Auto und dem Verkehr. Zum Trost: Dennoch bleiben gewisse Grundfähigkeiten erhalten, auf die wir zu Beginn zurück greifen können. So wie jemand grundsätzlich das Radfahren gelernt hat. Das Balancehalten lässt sich nicht so einfach wieder verlernen, das bleibt. Oder ein anderes Beispiel: Das Schwimmen.

Lebenswende - so geht es nicht weiter: Ich gehe mit meiner Angst um, lerne wieder, stressfrei Auto zu fahren

Viele Betroffene bleiben aber Gott sei Dank nicht in diesem für sie selbst unfruchtbaren Zustand hängen. Sie erleben nach einiger Zeit eine richtige Lebenswende. Anstoß bietet oft eine neue berufliche oder familiäre Herausforderung. Oder schlicht und einfach die immer drängendere Frage: Ist es richtig, das ich mich  so von diesen Zwängen unter Druck setzen und einschränken lasse? Wäre es nicht schöner, wenn ich meine persönliche Freiheit wieder gewinnen und fahren würde, wann und wo ich möchte?

Und sie suchen dann im Internet oder im Gespräch mit anderen Betroffenen nach fachlicher Hilfe.

Welche Hilfen kann Ihnen die Angsthasenfahrschule bieten?

Wir empfehlen Ihnen, sich einen Ratgeber für Ihre Situation zu besorgen, in dem auf Ihre Probleme beim Fahren eingegangen wird.

Ratgeber

Ratgeber "Keine Angst mehr hinterm Steuer"

Mit dem Ratgeber allein ist es nicht getan, Sie brauchen Unterstützung beim Fahren und bei der Bewältigung Ihrer Ängste. Zuerst im Fahrschulwagen, dann in Ihrem eigenen Wagen. Dabei hilft Ihnen die Angsthasenfahrschule.

Autoangst, Verkehrsangst, Unfallangst: Die zuerst beschriebenen Ängste beziehen sich eher auf besondere Situationen. Es sind spezielle Ängste (Angst vor dem Auto, vor dem Stadtverkehr, Angst vor Unfall). Daher sind sie mit kompetenter Hilfe ganz gut zu bewältigen. Dazu zählt aufgrund ihrer praktischen Erfahrung die Angsthasenfahrschule.

Panik auf der Autobahn, Prüfungsangst: Die nachfolgend beschriebenen Ängste kommen manchmal auch in in vielen anderen Lebensbereichen vor. Panik kann sich nicht nur auf der Autobahn, sondern beispielsweise auch im Aufzug oder im Supermarkt ereignen. Prüfungsangst ist eine soziale Angst. Die Betroffenen fürchten sich nicht nur während der Prüfung, sondern in anderer sozialer Umgebung vor Bewertung und Abwertung. Solche eher allgemeinen Ängste gehen oft tiefer und bedürfen zu ihrer Bewältigung eines Therapeuten.

Die Betroffenen wissen oft selbst am besten, ob sie eine Therapie brauchen. Diese Frage steht auch immer am Anfang der persönlichen Befragung während der ersten Betreuungsstunde. Auch, wenn die Betroffenen eine Therapie benötigen, ist die Einschaltung der Angsthasenfahrschule hilfreich, wenn es um die praktische Konfrontation mit den Ängsten geht. Seien es die Panikattacken auf der Autobahn, hier sind Angsthasenfahrlehrer in der Lage, im Fahrschulwagen für die Sicherheit und die Entspannung beim Aufkommen der Panik zu sorgen. Oder sei es bei Prüfungsangst. Hier sind Angsthasenfahrlehrer bei der Vorbereitung auf die Fahrprüfung gar nicht zu ersetzen.

Die sieben Schritte zur Bewältigung der Fahrängste

Wir haben nach langer Diskussion und gestützt auf viele Erfahrungsberichte sieben Schritte zur Bewältigung der Fahrangst entwickelt. Diese haben wir in unserem Ratgeber "F. Müller, H.J. Ruhr: Keine Angst mehr hinterm Steuer" ausführlich an vielen Beispielen dargestellt. Eine Erläuterung der sieben Schritte mit vielen Beispielen finden Sie in dem Artikel "Bewältigen Sie Ihre Fahrangst in sieben Schritten" auf dieser Homepage. Jeder einzelne der sieben Schritte bezieht sich immer auf die Umsetzung beim praktischen Fahren. Beispiel Entspannungsübungen: Alle Entspannungsübungen, die wir mit Ihnen trainieren, sind fahrtauglich.

Die sieben Schritte sind folgende:

  1. Ängste vor dem Autofahren ernst nehmen

  2. Ängste laut benennen. Extreme körperliche Symptome durch geeignete Entspannungsübungen mildern

  3. Blockierende Gedanken auflösen

  4. Fahrfähigkeiten wieder auffrischen

  5. Angsthasenfahrstil pflegen

  6. Das Vermeiden vermeiden. In angstauslösende Situationen fahren 

  7. Selbständiges Fahren.
    Kombinierte Ein- und Ausfahrt der Autobahn
    Kombinierte Ein- und Ausfahrt der Autobahn. Dort kann man die Autobahn in Ruhe beobachten

    Bleiben Sie dran!

Anstrengung und Zähigkeit gehören dazu

Ich beende diesen einführenden Artikel mit einem schönen Zitat, aus einer Email, die mir eine Angsthäsin geschickt hat:

"Ich möchte Sie und alle Angsthäsinnen, die zukünftig den Weg zu Ihnen finden, beglückwünschen.
Es ist ein langer und auch anstrengender Weg sich mit seinen Ängsten auseinanderzusetzen.
Und aus meiner Erfahrung ist es sehr anstrengend, wenn man erst einmal bereit ist, sich dieser Angst zu stellen, jemanden zu finden, der einen
unterstützt und versteht, dass es nicht nur um reine Fahrerfahrung geht."
 

Wenn Sie sich auch für den nächsten Schritt, die praktische Bewältigung der Auto- und Fahrangst, interessieren, dann empfehlen wir Ihnen den entsprechenden Artikel auf dieser Website zu lesen (oder den zweiten Link anzuklicken, wenn Sie unter Angst vor Panik auf der Autobahn leiden):

Fahrangstbewältigung in der Praxis

Autobahnpanik bewältigen