Blue Flower

Nun liegen die Ergebnisse der Untersuchung vor

Die Uni Landau hat die Fragebogen zur Untersuchung von Fahrangst in Deutschland ausgewertet

Uni Landau, Blick auf den Campus
Uni Landau, Foto aus Wikipedia, Blick auf den Campus. Stairs between the buildings I and K at the campus in Landau CC BY-SA 3.0

Die Uni Landau ist Teil der gemeinsamen Hochschule Koblenz-Landau. Die Uni Landau hat vor einiger Zeit eine Umfrage zur Autofahrangst gestartet. Verantwortlich dafür war Carolin Fischer. Für die Umfrage lagen Fragebogen einer englischen Untersuchung vor, die von der Uni Landau ins Deutsche übersetzt und angepasst wurden. Viele unserer Angsthasen/Angsthäsinnen haben sich an der Untersuchung beteiligt und die Fragebogen online ausgefüllt. Dafür nochmal vielen Dank.

Drei Kategorien fahrängstlicher Personen

Jetzt liegen die Ergebnisse der Untersuchung und die wissenschaftliche Auswertung vor. Daraus geht hervor, dass sich die Sorgen der befragten Personen hauptsächlich in drei Kategorien einteilen lassen:

  1. Angst davor, eine Panikattacke hinterm Steuer zu bekommen

  2. Angst vor einem Unfall, dessen Eintritt nicht mehr abgewendet werden kann

  3. Angst vor dem Urteil anderer Menschen, die die Meinung hätten, die Befragten seien schlechte Autofahrer/innen.

Dazu meine Einschätzung als Praktiker (Frank Müller):

Mit Panikern am Steuer habe ich es jeden Tag zu tun. Panik am Steuer tritt meistens beim Fahren auf der Autobahn auf. Das Auftreten von Panikattacken ist eine Angsterkrankung. Meisten gehört sie therapeutisch behandelt. Ich arbeite in diesen Fällen mit Therapeuten zusammen, am liebsten mit meinem früheren Co-Autor H.J. Ruhr. 

Zu Unfallangst und Angst vor der Meinung anderer Menschen im Straßenverkehr: Die beiden Ängste hängen oft zusammen. Angsthasen fühlen sich genötigt durch Drängler oder schimpfende Beifahrer, schneller zu fahren, als sie eigentlich wollen. Dadurch kommt es zu Überforderung und gefährlichen Situationen, also Beinahe-Unfällen. Auch der innere Drängler spielt eine Rolle, dass man schließlich von alleine, gegen besseres Wissen, zu schnell fährt. 

Caroline Fischer von der Uni Landau, die die Untersuchung geleitet hat, hat eine Email dazu geschickt und schreibt darin:

"Lieber Herr Müller,
 
nun melde ich mich wie versprochen nochmal bei Ihnen, da ich Ihnen gerne eine Zusammenfassung der Ergebnisse meiner Untersuchung zur Autofahrphobie an der Uni Landau zukommen lassen würde. Die Studie ist sehr gut gelaufen und auch durch Ihre Hilfe haben unwahrscheinlich viele Personen teilgenommen:  940! Dabei waren ca. 85, bei denen deutliche Autofahrängste vorliegen. Die Ergebnisse und Erkenntnisse sind von großer Wichtigkeit und stellen eine solide Grundlage für weitere Forschungsprojekte in dem Bereich dar. Alles Weitere finden Sie im Anhang.
 
Ich möchte mich nochmal herzlich bei Ihnen für Ihre Hilfe und Ihr Engagement bedanken und wünsche Ihnen alles Gute.  
Carolin Fischer"
 

pdf-Datei zur Untersuchung der Fahrängste:

 
Die Ergebnisse der Untersuchung liegen als .pdf-Datei zu Sie können sie aufrufen, indem Sie auf den nachfolgenden Link klicken:
 
 
Wenn Sie nach der Lektüre der Untersuchung oben links Um Browser auf den Zurück-Pfeil klicken, sind Sie wieder auf dieser Seite.