Angst vor dem Einparken? Einparken ruhig, gekonnt und sicher

Anmerkung: Der Beitrag ist noch nicht fertig. Er enthält dennoch wertvolle Infos über das Einparken. Im Eingangskapitel geht es vor allem um das Einparken rückwärts rechts seitlich zum Bordstein

Einparken - ruhig, gekonnt und sicher. Einparken rückwärts längs zum Rand der Fahrbahn. Die grün gepunktete Linie ist die Fahrlinie

Beitragsbild: Einparken rückwärts rechts seitlich zum Bordstein.
Einparken – ruhig, gekonnt und sicher: Was bedeutet das?

1. Beruhigen Sie sich
a) Rettungsmaßnahmen
Sollten Sie vor oder beim Einparken sehr von Angst gepeinigt werden und die Kontrolle verlieren, dann atmen Sie ruhig, sprechen Sie laut „mir geht’s nicht gut, ich beruhige mich“, dann konzentrieren Sie sich mit aller Kraft auf Rettungsmaßnahmen:

  • Sie können z.B. mitten im Parkvorgang aufhören oder den Parkvorgang ganz abbrechen,
  • oder einen Beifahrer bitten, statt Ihrer einzuparken.
  • Während der Betreuungsfahrten informieren Sie ihren Angsthasenfahrlehrer über Ihren Zustand. Sind Sie sehr nervös wird er Ihnen helfen und kann natürlich den Wagen übernehmen.
  • Die Übergabe des Wagens sollten Sie allerdings schon vorher in einer ruhigen Situation geübt haben. 


b) Hinterfragen Sie Ihre Angstgedanken
Angstgedanken gaukeln Ihnen schwere Probleme vor, wo in Wirklichkeit keine sind;  oder machen Sie glauben, sie müssten vor einer feindseligen Umgebung handeln. Dafür zwei Beispiele:

  • „Ich muss schnell und ohne Korrekturen in eine Lücke hinein kommen!“
    Sie sind Anfänger:in. Lassen Sie sich beim Einparken Zeit, halten Sie kleine Zwischenetappen mit Kurzpausen ein, zum Ausruhen und Nachdenken, wie es weiter geht. Umso besser klappt dann das Einparken. Und scheuen Sie sich nicht vor dem Korrigieren einer Fehlstellung beim Einparken. Millionen Autofahrer korrigieren beim Einparken, das Korrigieren sollte Ihnen selbstverständlich werden. Je mehr Sie lernen, „Fehler“ beim Einparken zu korrigieren, um so weniger fürchten Sie sich davor. Sie müssen nicht schnell und auch nicht ohne Korrekturen in die Lücke hinein kommen. Sie sind Anfänger:in, eine „fehler“hafte Stellung beim Einparken ist kommt öfter mal vor. Ich ermuntere Sie, gerade mal auch Fehlstellungen und anschließende Korrekturen zu trainieren. Das nimmt die Angst davor.
    c) Mildern Sie Ihre körperlichen Symptome
    Heftige körperliche Symptome blockieren Ihre Reaktion, Umsicht und Ihre Fahrfähigkeiten. Mit Herzklopfen, Tunnelblick, Konzentrationsschwäche, Hitzegefühl und krampfenden Muskeln sind Sie fahrunfähig. Beobachten Sich auf Ihren Zustand, sprechen Sie laut, schätzen Sie die Höhe Ihrer Nervosität ein (von 1 – 10).  Gönnen Sie sich eine Pause, machen Sie eine Progressive Muskelentspannung, versuchen Sie entspannt zu schauen. Bei Hitze und Schweißgefahr halten Sie ein feuchtes Handtuch bereit. Am wichtigsten ist das laute Sprechen – über die Nervosität, über Ihre Beruhigung, über weitere Planung. Das Sprechen lässt Sie wieder ruhig atmen. Es holt den Verstand zurück, macht Sie objektiver, distanzierter gegenüber der Angst. 

 Sie haben Angst und Nervosität unter Kontrolle, fahren ruhig. 

2. Sie beherrschen die nötigen Routinen in ihrem Zusammenspiel beim Parkvorgang. Zu den Routinen beim Einparken gehören folgende:
a) Einschätzung der Räume und Hindernisse beim Einparken; Beobachtung des Verkehrs, beispielsweise Fußgänger oder überholende Autos
b) Das sehr langsame Fahren mit Pausen dazwischen, zur Beruhigung und weiteren Einschätzung der Lage
c) Das Lenken, wohin sie auch wollen, vorwärts wie rückwärts
d) Die passende Fahrlinie – die Vorstellung und Umsetzung einer Fahrlinie, mit der Sie in den gewählten Parkplatz einfahren können. Zur passenden Fahrlienie gehören auch die Kenntnis geeigneter Korrekturzüge, falls es mal nicht gleich geklappt hat. Üben Sie Fehlstellungen beim Einparken und die dazu gehörigen Korrekturzüge ganz bewusst. Dann verlieren Sie die Angst vor dem Korrigieren.  

Nötige Routinen und Verkehrsbeobachtung spielen zusammen. So ergibt sich gekonntes Parken. 

3. Sie fahren sicher

Sie fahren ruhig, kontrollieren Angst und Nervosität. Sie beherrschen den Parkvorgang mit den geforderten Routinen. Das greift verständig ineinander. Es  klappt noch nicht perfekt. Aber Sie wissen, dass mögliche Korrekturen keine „Fehler“, sondern normal sind. Vor allem lassen Sie sich viel Zeit beim Einparken. Sie stehen dazu, dass Sie den Parkvorgang Als Angsthäsin und/oder Anfängerin nicht perfekt beherrschen. Beobachten Sie in Ruhe die Verkehrsvorgänge und Hindernisse um Sie herum, versuchen Sie, Ihre geplante Fahrlinie in die Lücke hinein entsprechend umzusetzen. Atmen Sie ruhig, schauen Sie ebenso, halten Sie möglichst bei den Zwischenetappen des Parkvorgangs an, um sich zu beruhigen und neu zu orientieren. 

Sie können sich beruhigen, beherrschen den Parkvorgang. Sie parken ruhig und gekonnt ein, das heißt, Sie und andere sind sicher.

„Ich möchte auf einmal in die Parklücke rein kommen. Meinetwegen langsam, aber gleich. Ohne Fehler. Also ohne zu korrigieren, hin und her zu fahren.“
„Beim Einparken tue ich mich schwer. Ich fühle mich unter Druck, fürchte, ich schaffe es nicht. Oder, noch schlimmer, ich übersehe etwas.“
(Angsthäsinnen kurz vor der Einpark-Übung.)

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