Fahrschulen dürfen ihre Tätigkeit ab 8./9. 03. 2021 wieder aufnehmen

AHA-L-Regeln + Testen: Wiederaufnahme der Fahrschultätigkeit

Nach dem Beschluss der Ministerpräsidenten-Konferenz (MPK) vom 04.03.2021 soll es ab Anfang März 2021 nach dem vorher strengen Lockdown zu insgesamt fünf Öffnungsschritten kommen. Das betrifft auch die Fahrschulen.

Fünf Öffnungsschritte der Ministerpräsidenten

Im 1. Schritt, der gilt schon ab 01.03., öffnen Kitas, Schulen teilweise, und Friseure.

Im 2. Schritt, gilt ab 08.03., in Berlin erst ab 09.03. (da der 08.03. Feiertag = „Internationaler Frauentag) öffnen Buchhandlungen, Blumengeschäfte, Gartenmärkte, Geschäfte mit körpernahen Dienstleisten, beispielsweise Kosmetik, und Fahr- und Flugschulen (mit tagesaktuellem Test) (fett gedruckt von mir).

Die weiteren Schritte 3 – 5 sind an Inzidenzen zwischen 50 und 100 gekoppelt. Zur Erklärung: Inzidenz ist ein Begriff aus der medizinischen Statistik. Konkret bezeichnet die 7-Tage-Inzidenz die Zahl der Neuinfizierten mit Covid-19 im Zeitraum einer Woche, bezogen auf 100.000 Einwohner.

Am 22.03.2021 gibt es eine weitere Beratung der Ministerpräsidenten. ob die Lockerungen gehalten werden können, oder ob man wieder verschärfen muss.

Jojo-Effekt? Epidemiologen warnen vor der nächsten Welle
Viele Epidemiologen warnen vor diesen Lockerungsschritten. Vor allem wegen der Ansteckungsgefahr durch das Virus aus Großbritannien namens B117. Die Lockerungsschritte könnten eine neue Welle der Erkrankungen provozieren. Bei dem Beschluss der Ministerpräsidenten fällt mir ein alter Begriff aus der Diätlehre ein – der Jojo-Effekt. Man hungert streng, nimmt ab.  dann schlägt man endlich wieder zu, futtert begeistert und wird noch dicker als zuvor. Am Schluss ist das Ergebnis nackte Verzweiflung.

Nun kommen auch für Fahrschulen Corona-Tests

Neu für Fahrschulen: Tests auf Virenbefall
Immerhin will man jetzt verstärkt testen. Für Fahrschulen gelten nach wie vor die bekannten AHA-L-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken = OP- oder FFP2-Masken) + Lüften. Das letztere Gebot, weil man im Fahrschulwagen während der Stunden eigentlich viel zu nah zusammen sitzt – Mindestabstand statt 1,5 m nur ca. 70 cm!! Nun kommt ein neues Gebot dazu, die tagesaktuellen Tests. Wir schreiben die Regeln also so: AHA-L-T. Na ja. T = Test auf Befall durch Corona-Viren

Was ist mit den Tests?
All diese neuen Testverfahren sind grundsätzlich erst einmal Schnelltests. Im Gegensatz zum PCR-Test, der gründlich und durch Laboruntersuchung erfolgt, und dessen Ergebnis daher erst sehr viel später vorliegt (Dauer bis zu 24 Stunden), liefert ein Schnelltest das Ergebnis „positiv“ oder „negativ“ schon nach 15 Minuten.

Antigen-Schnelltest der Firma Roche. Teststreifen und Anzeige der Testung. Hier: Ergebnis negativ (der rote, senkrechte Strich unter dem C). T wäre positiv.
Antigen-Schnelltest der Firma Roche. Teststreifen und Anzeige der Testung. Hier: Ergebnis negativ (der rote, senkrechte Strich unter dem C). T wäre positiv. Das Virenmaterial für den Schnelltest wird gewonnen durch tiefe Einführung von Wattestäbchen in den oberen Nasenraum. 

Ich habe diesen Schnelltest der Firma Roche auf der Seite Impfprobleme – wann endet der Albtraum Corona-Pandemie? beschrieben.

Schnelltests und Selbsttests gehören zusammen
Bei den Schnelltests kann man noch unterscheiden, zwischen Tests, die von Fachleuten (Ärzten, Apothekern, Krankenschwestern) durchgeführt werden, und anderen Tests, woran sich Laien versuchen (auch Selbsttests oder Wohnzimmertests genannt).

Selbsttests sind einfach und flexibel einzusetzen
Bei den Selbsttests achten die Hersteller auf einfache Handhabung. Bei diesen wird nicht so tief mit den Wattestäbchen in die Nase gefahren, was manche als schmerzhaft empfinden, sondern gerade mal ca. 2 cm im vorderen Nasenbereich  gepult.  Inzwischen gibt es sogar Selbsttests, die auf Speichelproben beruhen (sogenannte Spucktests). Die Tendenz geht dahin, die Tests immer einfacher zu machen. Die Selbsttests sind inzwischen vom Bundesgesundheitsministerium für Laien zugelassen. Die Hersteller sollen die Laien/ Anwender*innen durch Beschreibung, Bilder und Videos zu genauem Vorgehen anhalten, so dass auch diese Tests einigermaßen genau sind.

Die Schnelltests werden von der Bundesregierung bezahlt und erfolgen in größeren Testzentren. Dort werden sie von geschultem Personal durchgeführt. Man muss die Tests vorher im Internet oder per Telefon buchen. Die Selbsttests kann man überall, in Supermärkten, Drogerien, im Internet erwerben und selbst anwenden – zu Hause oder vor dem Besuch von Verwandten, Freunden, irgendwelchen Ereignissen, die durch Kontakte gefährdend sind. Wenn sich alle vorher testen, dann ist die Gefahr umso geringer.

Selbsttests haben Zukunft
Mit den Selbsttests ist man sehr viel flexibler als mit den Schnelltests durch geschulte Personen. Sie werden sich bald in großem Maße durchsetzen, weil sie einfach flexibler im Einsatz sind. Für kleine Betriebe wie Fahrschulen sind sie gut geeignet.,

Schnelltests durch Fachleute und Selbsttests durch Laien ergänzen sich meiner Ansicht nach. Nur so kann der berufliche, der Bildungs- und Dienstleistungsbereich und der private Bereich umfassend getestet werden.

Sollte bei diesen Tests ein positives Ergebnis heraus kommen, dann muss sich  dem unbedingt die zweite Stufe anschließen – ein PCR Test! Und weiter eventuell, je nachdem, die Meldung beim Gesundheitsamt, und  Quarantäne.

Fahrschul-Tests
Wie kann das Testen in den Fahrschulen organisiert werden? Fahrschulen sind in der Regel Kleinbetriebe. Man kann nicht erwarten, dass hier Fachleute fürs Testen zur Verfügung stehen. Das Testen erfolgt am einfachsten mit den Selbsttests, die in den großen Supermärkten und Drogerien erhältlich sein werden. Fahrlehrer*innen sollten sich vor Arbeitsbeginn testen und dies dokumentieren. Dies müsste vielleicht eine App erbringen oder wenigstens ein Foto des Teststreifens, mit Datum und Uhrzeit. Fahrschülerinnen oder Angsthäsinnen sollten dies vor Beginn der Stunden tun, am besten in Gegenwart einer Zeugin und Helferin, beispielsweise einer Bürokraft. Diese sollte für diesen Vorgang geschult werden. Eine weitere Frage ist die Sache der Bezahlung für das Testmaterial. Am besten, und weniger umständlich, wenn die Bezahlung auf die Stunden aufgeschlagen würde.

Info an Angsthäsinnen: Impfungen sind wichtig, anschließend geht es wieder los mit Betreuungsstunden

Impfen ist immer noch am wichtigsten gegen die Pandemie
Ich selbst bekomme inzwischen viele Zuschriften von Angsthäsinnen, die mich dringend bitten, endlich wieder mit den Betreuungsstunden anzufangen. Es sind oft rührende, sehr bewegende Geschichten, die ich zu lesen bekomme. Mein Glaubensbekenntnis ist aber, dass trotz der vielen Maßnahmen gegen die Pandemie die Impfungen am wichtigsten sind. Erst wenn ich geimpft bin – erste Impfung + zweite Impfung + eine gewisse Nachfrist – weiß ich, dass ich gesund bleibe, gegen Ansteckung geschützt bin, andere nicht anstecke, trotz der großen Nähe im Auto. Ob Fahrlehrer oder Angsthasenfahrlehrer – letztlich bin ich nach der Impfung am sichersten. Trotzdem müssen wir nach wie vor die Regeln gegen die Pandemie im Auto beachten – A-H-A-L-T.

Ich werde auf diesen Seiten mitteilen, wenn es soweit ist. Ich selbst warte dringend auf diesen Augenblick. Ich möchte gesund bleiben und andere auch nicht anstecken. Ich bin „meinen“ Angsthäsinnen sehr zugetan, glaube fest, dass Sie mein Vorgehen verstehen werde. Hoffentlich bis bald!

Frank Müller  09.03.2021

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.