Ratgeber: “Keine Angst mehr hinterm Steuer”

Ideale Zusammensetzung: Angsthasenfahrlehrer und Therapeut schreiben einen Ratgeber für Betroffene

Angst vor dem Auto? Angst vor dem Autofahren? Hier im Ratgeber können sich Menschen mit Fahrangst über effektive Hilfen informieren

Ratgeber F. Müller, H.J. Ruhr: Keine Angst mehr hinterm Steuer
Ratgeber F. Müller, H.J. Ruhr: Keine Angst mehr hinterm Steuer. Verlag Springer. Heidelberg 2009.  Titel: Keine Angst mehr hinterm Steuer. Untertitel: In 7 Schritten zum Erfolg. Fahrängste bewältigen, sicher und gelassen Auto fahren. Mit 51 Abbildungen und 9 Tabellen. Autoren: Frank Müller, Fahrlehrer, Angsthasenfahrlehrer mit Angsthasenfahrschule, Dipl.Soziologe. Dipl.Psychologe Hans-Joachim Ruhr, Verhaltenstherapeut

Der Ratgeber entstand in zweijähriger Zusammenarbeit zwischen Angsthasenfahrlehrer Frank Müller und Verhaltenstherapeut Hans Joachim Ruhr. Sie haben zusammen Angsthasentreffen organisiert und bei den Betreuungsfahrten zusammen mit den Betroffenen die sieben Schritte zur Bewältigung der Fahrangst ausprobiert. Sie haben den Ratgeber mit Herzblut und viel praktischer Erfahrung geschrieben. An den sieben Schritten zur Angstbewältigung spürt man die kreative und fruchtbare Zusammenarbeit dieser beiden kompetenten Fachleute, die aus verschiedenen Richtungen kommen, sich zusammen finden, aber doch ihre je etwas andere Sichtweise einbringen.

Die beiden Autoren konnten den angesehenen Verlag Springer, Medizin, Soziologie, für die Publikation des Ratgebers gewinnen.

Der Ratgeber ist bei Amazon gelistet

Ratgeber "Keine Angst mehr hinterm Steuer" - Cover des Ratgebers bei Amazon
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Bei Amazon wird der Ratgeber folgendermaßen vorgestellt: 

“Nach ADAC-Schätzungen haben in Deutschland mindestens eine Million Menschen mit Führerschein Angst vor dem Autofahren – sie fürchten z. B. Großstadtverkehr, Autobahnen oder Unfälle. Der Ratgeber für Betroffene zeigt in sieben Schritten, wie die Ängste zu verstehen und zu bewältigen sind. Diese Anregungen basieren auf Erfahrungen der Autoren mit der von ihnen entwickelten “Angsthasen-Methode” sowie auf Selbsthilfe-Methoden der Verhaltenstherapie. Mit Fragebögen zur Selbsteinschätzung, Selbsthilfetipps, Übungsaufgaben und Serviceteil mit Adressen.”

7 Schritte sollst Du tun

Warum gerade 7 Schritte – nicht 6 oder 10? H.J. Ruhr meinte dazu, 7 Punkte könne sich ein normaler Mensch gerade noch merken. Außerdem sei die Zahl 7 bei vielen Völkern schon immer etwas Besonderes gewesen.

Und hier die Zusammenstellung der 7 Schritte zur Bewältigung der Fahrangst:

  1. Ängste akzeptieren
  2. Körperliche Symptome benennen
  3. Gedankenfalle überwinden
  4. Autofahren auffrischen
  5. Angsthasenfahrstil üben
  6. Vermeiden vermeiden
  7. Selbständig fahren

Für wen kommt der Ratgeber in Frage?

  • Angsthasen, das sind Betroffene mit Angst vor dem schnellen, dichten Großstadtverkehr, Angst, etwas oder jemanden zu übersehen, einen Fehler zu machen, einen Unfall zu verschulden, bei dem andere zu Schaden kommen
  • Betroffene mit schwerer Angstreaktion auf der Autobahn (Panikattacken), Angst vor weiteren Panikattacken, vor Blockaden, Fehlern und Unfällen
  • Fahrschüler/innen, die Angst vor der Ausbildung und vor der Prüfung haben
  • Fahranfänger/innen und andere Autofahrer, die Stress und Angst vor Dränglern haben, besonders auf der Autobahn

Die Gliederung des Ratgebers

Der Ratgeber beginnt mit einer Einleitung zur Angstbewältigung und Erklärung zu den einzelnen sieben Schritten. Die weiteren Kapitel sind den einzelnen Fahrängsten gewidmet, wie gerade aufgezählt:  Beispielsweise Ängste im Großstadtverkehr, Angst vor Panik auf der Autobahn, Prüfungsangst (praktische Fahrprüfung).

Der Ratgeber zeigt nun für die Betroffenen – mit ihren gerade geschilderten Ängsten -, wie sie die sieben Schritte  bei den Betreuungsfahrten umsetzen können, um ihre Ängste hinterm Steuer zu mildern oder zu bewältigen. Hat jemand beispielsweise Angst vor plötzlichen Panikattacken auf der Autobahn, dann gehört das “plötzlich” wahrscheinlich schon selbst zur Angst. Denn hinter “plötzlich” steckt, von der Angstreaktion überrascht werden, nicht mehr reagieren zu können,  Fehler zu machen, womöglich einen Unfall zu verschulden. Mit diesem Angstgedanken ist man aber ohnmächtig, Opfer. Man steckt in einer Gedankenfalle. Diese wollen wir aber überwinden. Sie erinnern sich – Schritt Nr. 3: “Gedankenfalle überwinden!”

“Plötzlich” kommt die Angst meistens nicht daher

“Plötzlich” muss aber gar nicht sein. Im zweiten Schritt beschäftigen wir uns mit den körperlichen Symptomen, diese sollten laut benannt werden. Dazu gehört auch, sich selbst zu beobachten und vor allem auf Symptome im Vorfeld zu achten – ein Gribbeln im Bauch, Druckgefühl in der Brust, schneller Atem, Hitze im Kopf. Gelingt es uns, diese Symptome schon im Vorfeld zu mildern, dann gibt es auch kein “plötzlich” mehr. Diese Erkenntnis ist für Paniker/innen eine riesengroße Erleichterung!

Zurück zu den 7 Schritten – das war gerade Training in Schritt 2 (Körperliche Symptome benennen) und Schritt 3 (Gedankenfalle überwinden).

Anleitung durch den Angsthasenfahrlehrer + selbständige Übungen

Der Ratgeber beschränkt sich nicht nur auf die Schilderung von Betreuungsstunden mit Fahrschulwagen und Begleitung durch den Fahrlehrer. Großer Wert wird dort auch auf Übungen in der Selbständigkeit gelegt. Im Kapitel Prüfungsangst wird beispielsweise den ängstlichen Prüflingen empfohlen, auf einem der speziellen Übungsplätze für Fahrschüler zu üben. Das fördert sicher das Selbstbewusstsein. Die Übungen sollten nicht vor der Ausbildung, sondern zum Schluss erfolgen, damit nicht durch einen inkompetenten Begleiter Falsches beigebracht wird. Anmerkung: Beim Üben mit einem Auto auf den speziellen Übungsplätzen muss immer ein Begleiter/ Beifahrer mit Führerschein dabei sein.

Erweiterung für den Ratgeber – fünf neue Themen

Seit dem Erscheinen des Ratgebers sind einige Jahre vergangen. Nun gab es in der Zwischenzeit viele neue Erfahrungen, von denen wir damals nichts wissen konnten. Ich habe darüber schon auf der Seite über meinen persönlichen Werdegang  geschrieben.

Für die Surfer/innen, die die entsprechenden Passagen nicht gelesen haben, hier noch einmal eine Aufzählung der fünf wichtigen Punkte oder besser Themen, die inzwischen neu dazu gekommen sind.  und den heutigen Ratgeber in Gestalt dieser Webseite bereichern sollen:

  1. Pädagogische Organisation der Betreuung in drei Stufen
  2. Mehr Unterstützung bei den Alleinfahrten in der letzten Stufe 3 (selbständiges Fahren)
  3. Mehr Unterstützung beim selbständigen Denken und Fahren: Sie erhalten viele Aufgaben im Text, einmal, um über Probleme und Hilfemöglichkeiten bei Angst hinterm Steuer nachzudenken; dann auch, um zu lernen, einfache Angstreaktionen beim Fahren zu mildern. Viele Angsthäsinnen fahren ja noch, zumindest im Stadtverkehr. Wenn das auch nicht mehr geht: Sie können sich wenigstens in ein stehendes Auto reinsetzen, tief atmen, mit den Übungen beginnen. Der Motor bleibt dann halt aus!
  4. Unterstützung, wenn das soziale Umfeld Probleme bereitet (das passiert leider öfter)
  5. Probleme und Hilfe bei den bei elektronischen Assistenzsystemen

Der erste Punkt – pädagogische Organisation der Betreuung – ist ganz neu. Er handelt vom sinnvollen Ablauf der Betreuung

Die Punkte 2. – 4. sollen die schon vorhandenen 7 Schritte nicht vermehren, sondern inhaltlich ergänzen. Es bleibt also bei den 7 Schritten.

Trotz dieser neuen Gesichtspunkte und Erfahrungen bleibt der alte Ratgeber dennoch gut, ich empfehle ihn allen neuen Betroffenen, mit Angst hinterm Steuer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Angsthasentreffen, Geschichten aus der Runde

“Ich verstehe Dich” – “ich rate Dir”

Angsthasentreffen:
Die Geschichten der Teilnehmer/innen

Angsthasentreffen, Stuhlkreis (hier noch in der alten Fahrschule)
Angsthasentreffen. Auf Bitten der Teilnehmer/innen sind die Gesichter im Foto angegraut. Die Tische haben wir beiseite geräumt. Die Beteiligten sitzen im Stuhlkreis. So entsteht keine Lernatmosphäre, im Gegenteil, gegenseitige Zuwendung. Alle können ihre bedrückenden Geschichten besser mitteilen, sich austauschen, gegenseitig Verständnis zeigen, sich aufmuntern. Als Angsthasenfahrlehrer höre ich ruhig zu, notiere wichtige Punkte am Smartboard, gebe einen Rat aus meiner praktischen Erfahrung.

Die Betreuung beginnt mit einer Einladung an alle Angsthasen/ Angsthäsinnen zu einem gemeinsam Treffen. Dort stelle ich unser Programm vor. Vor allem kommen die Anwesenden zu Wort, erzählen ihre Geschichte. Alle fühlen sich endlich verstanden, erhalten Trost. Sie lernen aber auch voneinander und von mir, dem Angsthasenfahrlehrer.

So beginnt und läuft der Prozess der Angstbewältigung:

  1. Die Betroffenen mit ihrer Angst hinterm Steuer fühlen sich verstanden, und
  2. sie erhalten einen vernünftigen Rat.

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