Mein Partner fuhr wie selbstverständlich alle Wege

Interview mit der ehemaligen Angsthäsin Alexandra Leitor

Vorbemerkung: Alexandra ist nicht nur ehemalige Angsthäsin. Sie schreibt inzwischen auch Romane. Von A. Leitors Romanen berichtet ein eigener Beitrag, hier auf der Webseite unter der Menü-Überschrift “kreative Angsthäsinnen”. An dieser Stelle veröffentliche ich ein Interview mit ihr. Es geht mir um ihre Fahr-Biografie als Angsthäsin. Diese ist ein bisschen typisch für junge Frauen. Nehmen sie auf ihre Art schon heute die künftige Mobilität vorweg?

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Praktikum für Fahrlehrer bei der Angsthasenfahrschule

Praktikum für Fahrlehrer in der Angsthasenfahrschule Frank Müller

Sehr ruhiges Gewerbegebiet
Sehr ruhiges Gewerbegebiet. Normalerweise wird hier mehr geparkt. Für die Erklärung der Fahrbahn ist das Bild dennoch gut. Die schwarzen, längs laufenden Linien teilen die Fahrbahn ein: a) in die rechte und die linke Seite. b) auf der rechten Seite in unseren Fahrstreifen und in den Fahrstreifen fürs Parken. Für Anfänger/innen und für Angsthäsinnen mit mangelnder Raumeinschätzung ist das wunderbar!

Erste Betreuungsstunde mit einer Angsthäsin. Sie leidet unter Fahrangst. Ich bin mit ihr ins sehr ruhige Industriegebiet gefahren. Sie hat mir schon beim Vorgespräch versichert, sie habe „sehr große“ Angst vor dem Autofahren, sei nach dem Führerschein immer mutloser geworden, habe das Auto kaum benutzt. Nun stehen wir im Industriegebiet, breite Straße, große Lücke, kein Auto kommt. Ich erkläre ihr viel. Wir üben spielerisch mit Gas und Kupplung, lassen das Auto noch stehen.

Die Angsthäsin soll nun ein paar Meter aus der Lücke fahren, dann anhalten. Alles ist frei.  Doch es geht nicht, zuviel Angst… So kommen wir nicht mehr weiter. Was zeichnet Angsthasenfahrlehrer/innen aus?

Der Freund versagt

Ein geübter Autofahrer und Begleiter, Freund dieser Angsthäsin, wäre jetzt völlig überfordert. Er würde sie vielleicht ermuntern, doch „einfach“ loszufahren, es sei doch alles frei. Darauf würde sie wahrscheinlich entsetzt reagieren, aussteigen und sowieso nicht mehr weiter fahren. Schon gar nicht mehr mit dem Freund.

Der Fahrlehrer weiß nicht weiter

Auch ein tüchtiger, freundlicher Fahrlehrer käme hier wahrscheinlich an seine Grenzen. Er würde die Angsthäsin wahrscheinlich als “Auffrischerin” behandeln – jemand mit Führerschein, die lange mit dem Fahren pausiert hat und nun wieder üben und wiederholen muss. Aber noch so viel Erklären und Üben der Bedienschritte brächte die Angsthäsin nicht weiter – denn sie hat ja Angst! Vielleicht würde sie sogar unter dem Erklär- und Erwartungsdruck losfahren, wäre aber hinterher umso verwirrter und ängstlicher. Es könnte auch beim Losfahren zu irritierenden Fehlreaktionen kommen, Vollgas, heftiges Bremsen. Danach wäre das Vertrauensverhältnis gestört.

Als Angsthasenfahrlehrer nehmen Sie Ängste ernst

Empfindungen wahrnehmen: Als Angsthasenfahrlehrer/in sind Sie geschult und bereit, Empfindungen Ihres Gegenübers wahrzunehmen. Sie bemerken die Angst, Sie respektieren die Angst, Sie nehmen die Angst sehr ernst. So lautet der erste Schritt zur Angstbewältigung in unserem Ratgeber „Keine Angst mehr hinterm Steuer“. Über diesen Schritt und alle weiteren Schritte zur Angstbewältigung können Sie nachlesen unter dem Link Sieben Schritte.

Schon im Vorgespräch hat die Angsthäsin ihre Ängste angedeutet. Jetzt, sozusagen wo es „ernst“ wird, schildert sie diese so: Sie sieht sich trotz aller Erklärungen und Vorversuche immer noch unfähig, mit dem Auto umzugehen. Sie hat Angst vor dem Auto. Sie würde, so ihr Gefühl, das Auto falsch bedienen, womöglich aus der Lücke heraus schießen. In diesem Augenblick wäre aber schon ein schnell fahrendes Auto aufgetaucht. Der Fahrer könnte nicht mehr bremsen. Da käme es zu einem schrecklichen Zusammenstoß.

Sie geben Tipps zur Angstbewältigung

Als Angsthasenfahrlehrer nehmen Sie die Ängste ernst und bieten der Angsthäsin Möglichkeiten zur Angstbewältigung an. Sie bieten ihr größtmögliche

Die Kupplung ist Dein Freund
Gespräch in der Betreuungsstunde: Die wenigsten Angsthäsinnen wissen Bescheid über die Funktion/en der Kupplung. Man braucht die Kupplung beim Schalten, beim Anfahren. Gerade in dieser Funktion wird etwas Gefährliches vermutet: Das Auto haut plötzlich ab, oder man würgt den Motor ab, das Auto hoppelt von alleine weiter, in die Kreuzung, ohne Kontrolle. 
Die Kupplung ist Dein Freund: Wir lernen die Kupplung als sicheres und und uns und anderen gegenüber freundliches Instrument kennen. Denn wir können mit ihr ganz, ganz langsam fahren, und sogar anhalten, wenn irgend etwas aus dem Ruder läuft. Wir müssen sie nur fest durchdrücken.  Mit der Kupplung können wir sehr langsam fahren und sogar “bremsen” und anhalten, je nachdem, wie weit wir sie drücken. Das kommt der Angst der Angsthäsinnen tatsächlich weit entgegen. Die Kupplung wird zum “Freund”. Die Kupplung ist eine Art Notrettung. Wenn es schief läuft – dann Kupplung drücken.  Wir können in gefährlichen Situationen mit ihr auch sehr, sehr langsam fahren, indem wir die Kupplung, ganz getreten, nur ein bisschen loslassen, bis zum sogenannten “Schleifpunkt”. Und wenn der Wagen dann losfährt, ein bisschen zu schnell, dann bremsen wir sofort mit der Kupplung, indem wir sie ein bisschen treten. Später üben wir auch Fehlerkorrektur, in einer ruhigen Sackgasse: Wir geben Gas, lassen die Kupplung schnell los. Oder wir würgen den Motor ab, lassen die Kupplung los, ohne Gas. Das, um die Angst vor dem Fehler zu nehmen. 

Sicherheit an: Sie fährt nicht aus der Lücke heraus, sie bleibt drin, fährt dort höchstens einen halben Meter vorwärts. Sie achten darauf, die Kupplung als Sicherheitsinstrument zu erklären und zu gebrauchen: Jedes Mal, wenn der Wagen zu „schnell“ wird, kann die Angsthäsin sofort die Kupplung treten, so dass er noch langsamer fährt und ausrollt. Damit gewinnt sie Vertrauen zu sich und zu dem Auto, das sich in dem Moment nicht mehr wie eine gefährliche Maschine anfühlt. Sie kontrolliert das Auto bei der Fahrt von einem halben Meter und entspannt sich langsam.

 

 

So wird aus der “gefährlichen” Kupplung ein freundliches Element der Bedienung.

Größtmögliche Sicherheit ist gut. Jedoch wird das unruhige Denken der Angsthasen noch immer mehr Sicherheit verlangen. Das können wir nicht bieten. Im Gegenteil, wir müssen damit leben, dass es keine Perfektion, sondern Fehler gibt. Besser ist es, wir trainieren, mit den – wahrscheinlich doch auftretenden Fehlern – umzugehen. Wenn die Angsthäsin Angst hat, die Kontrolle zu verlieren, dann versuchen wir es später, nach einigen Betreuungsstunden, an einer ganz ungefährlichen Stelle, einer ruhigen Sackgasse:  Die Angsthäsin “verwechselt” Gas und Bremse, gibt Gas, der Wagen fährt “unversehens” los, dann jedoch gibt sie sich einen Ruck und bremst. Nichts ist geschehen.

Wir erreichen keine Perfektion, Fehlerfreiheit gibt es nicht. Besser ist es, die Angsthäsin lernt den Umgang mit  Fehlern. 

Sie achten auf den Umgang mit Nervosität

Als Angsthasenfahrlehrer achten Sie auf die Bewältigung der Nervosität. Die Angsthäsin spricht vor der Übung laut die Stärke ihrer Nervosität an, auf einer Skala von 1 (sehr gering) bis 10 (sehr stark, bis zur Panik). Vor der Übung gibt sie die Stärke mit 7 an. Sie machen nun beispielsweise eine Atemübung mit ihr oder eine progressive Muskelentspannung. Vor und nach der Fahrübung in der Lücke achten Sie auf eine Pause. Nun werden Sie beide feststellen, dass die Nervosität nach der kurzen Übung und den Entspannungstechniken gesunken ist, vielleicht auf 4. Das ist ein wertvolles Ergebnis, das Sie unbedingt mit ihr zusammen festhalten.

Sie haben eine Programm im Kopf, das den Angsthasen aus ihren Zwängen hilft und zu einem realistischen Ergebnis führt

Als Angsthasenfahrlehrer werden Sie oft von “Ihrer” Angsthäsin den Wunsch hören, wieder “normal” fahren zu können. Genauer erklärt, heißt “normal”: Routiniert, locker und entspannt, frei im Kopf, womöglich auch mit ein bisschen Fahrfreude. Sie werden der Angsthäsin den Wunsch nicht ausreden, er ist ja irgendwie verständlich.

Realistisches Ziel – Kontrolle über die Ängste

Aber realistisch ist der Wunsch vorläufig nicht, das müssen Sie der Angsthäsin klarmachen. Und Sie wird Ihnen hoffentlich zustimmen. Denn vor dem “normalen” Fahren stehen Ängste, die sich wie drohende Berge auftürmen. Sie erzeugen blockierende Angstgedanken, führen zu extremen körperlichen Symptomen und zu irrationalem Fehlverhalten.  So kann niemand sicher Auto fahren, geschweige denn “normal”, locker, entspannt. Als richtiges und realistisches Zwischenziel sollten wir uns vornehmen, Emotionen und deren Auswirkungen zu kontrollieren, so dass wir wieder aufmerksam, konzentriert und bediensicher, d.h. letztlich sicher fahren.

Angstspitzen vermeiden

Am gefährlichsten sind wohl die sogenannten Angstspitzen, die Angsthasen/häsinnen in angespannten Situationen überwältigen können. Dadurch geht im Augenblick die Kontrolle über das Geschehen verloren. Nun ist die Sache ja nicht verloren, denn Sie als künftiger Angsthasenfahrlehrer begleiten und schützen die noch unsichere Angsthäsin. Diese sollte aber zunehmend lernen, Situationen und innere Zustände aufmerksam zu beobachten und sich schon im Vorfeld gegen Angstspitzen zu wappnen.

Auf dem Weg dahin gilt es viele Hindernisse zu bewältigen. Der wichtigste Stoff, der nun verinnerlicht und routiniert in belastenden Situationen angewendet werden muss, ist  der gekonnte Umgang mit der eigenen Angst: Welche Möglichkeiten habe ich, wenn Angst und Nervosität mich plagen und am sicheren Fahren hindern? Das ist das Kernstück der Betreuung und dabei sollen Sie als Angsthasenfahrlehrer natürlich mit vielen Tipps helfen.

Selbstbeobachtung der Nervosität: Ein wichtiger Tipp ist, ich habe es schon erwähnt, die ständige Beobachtung der eigenen Nervosität und das laute Ansagen, nach einer Skala der Stärke von 1 (= ruhig, locker) bis 10 (= sehr nervös bis panisch). Das laute Ansagen des Skalenwerts der Nervosität beruhigt den Atem und schafft ein distanzierteres, objektives Verhältnis zu Angst und Nervosität. Wir ächzen nicht “weh” und “ach”, sondern reden vernünftig über unsere Angst. Das verschafft auch Ihnen, dem begleitenden Angsthasenfahrlehrer, einen Überblick über die Lage.

Steigerung der Belastung – Milderung der Angst

Nach den ersten Betreuungstunden suchen wir mit dem Fahrschulwagen belastendere Situationen auf : Für viele ist es das Parken oder das Fahren in engen Wohnstraßen oder der Fahrstreifenwechsel im dichten Fließverkehr. Oder schließlich sogar die Autobahn. Wir begeben uns in Angstsituationen hinein, dürfen diese nicht scheuen. Aber Schritt für Schritt. Und immer achten wir darauf, Angst und Nervosität zu mildern und unter Kontrolle zu halten. Das ist der sechste Schritt der insgesamt sieben Schritte zur Bewältigung der Angst hinterm Steuer: “Das Vermeiden vermeiden.”

Testfahrten – ruhig und sicher fahren: Bevor Sie diese letzte Phase des selbständigen Fahrens angehen, sollten Sie unbedingt – noch im Fahrschulwagen – eine Testfahrt ansetzen. Dabei sollte die Angsthäsin ruhig fahren, d.h. a) ihre Emotionen unter Belastung kontrollieren, und b) sicher fahren, d.h. fähig sein, die Regeln der StVO im Wagen umzusetzen.

Die wichtige Schlussphase – selbständiges Fahren

Ein neues Aufflackern der Angst droht, wenn sie vom Fahren im Fahrschulauto übergehen zum Fahren im eigenen oder gemieteten Auto. Jetzt können Sie nicht mehr schützen, sondern sind nur noch Begleiter, geben vielleicht mal einen freundlichen Rat. Eingreifen ist Ihnen verboten. Die Angsthäsin trägt nun die volle Verantwortung. Gerade deshalb können die alten Ängste wieder aufflackern. Nehmen Sie daher diese Phase der Betreuung sehr ernst. Achten Sie auf erleichternde Zwischenschritte.

Zusammengefasst:  Angsthasenfahrlehrer/innen setzen realistische Ziele. Es geht in der Betreuung vor allem um die Kontrolle über die Angst. Sie haben große Geduld, Einfühlungsvermögen, Wissen um Ängste und können mit Tipps bei der Angstbewältigung helfen.

Was ist mit dem ursprünglichen Wunsch – entspannt, locker, sicher und mit ein bisschen Freude zu fahren?

Als realistisches Ergebnis der Angsthasenbetreuung habe ich “Kontrolle der Emotionen” und damit sicheres Fahren definiert. Ohne dieses Ergebnis zu erreichen laufen wir bei jeder Anspannung im Straßenverkehr Gefahr, Angst zu bekommen, sehr nervös zu werden und schlimmes Fehlverhalten zu produzieren.

So notwendig dieses Ergebnis auch ist, wir sollten den ursprünglichen Wunsch der Angsthäsin nicht vergessen. Während unser Ergebnis irgendwie pflichtgemäß und knochentrocken wirkt, wünscht sich die Angsthäsin einfach mehr Lockerheit und ein bisschen mehr Entspanntheit und Freude beim  Fahren. Das ist auch wichtig, denn ohne Freude zerbröselt uns unsere schwere Anstrengung vielleicht wieder unter den Händen. Freude macht das Leben doch erst schön.

Ziel: Freundliche, vertrauensvolle Gedanken: Vielleicht können wir schon für dieses schöne Gefühl Vorbereitungen treffen. Angsthasen sind generell misstrauisch: Andere im Verkehr sind Bösewichte , irreal oder gar Verbrecher. Aber auch für sich selbst haben sie nur schlechte Gefühle übrig: Sie beherrschen angeblich das Auto nicht und den Verkehr, verschulden daher womögliche schlimme Unfälle. Hoffentlich gelingt es uns während der Betreuung, die schwarzen Gedanken anderen und sich selbst gegenüber aufzuheben und zu ersetzen durch freundliche, vertrauensvolle Gedanken: “Andere fahren anständig. Sie helfen mir!” – “Ich kann gut fahren. Auch ich kann anderen helfen!” Damit wäre der Boden bereitet für Lockerheit, Entspannung, Sicherheit beim Fahren und für ein bisschen Freude.

Berufliche Perspektive für Angsthasenfahrlehrer/innen

Die Beschäftigung mit Angsthasen schafft berufliche Zufriedenheit. Sie bedeutet große geistige Herausforderung. Es geht hier ja nicht um Kreuzungen (oder dies nur nebenher), sondern um die Psyche und die Belastung für die Betroffenen, denen wir helfen wollen. Geistige Herausforderungen lohnen immer. Zusätzlich erhalten Sie viel Dankbarkeit der Betroffenen, denen Sie aus ihren Zwängen geholfen haben.

Die Zahl der Betroffenen in Deutschland geht wahrscheinlich in die Millionen, so lauten sehr grobe Schätzungen. Fahrängste gehören zu den weit verbreiteten Ängsten. Angsthasenfahrlehrer/innen werden dringend gebraucht. Dies beginnt sich auch unter den Psychotherapeuten herum zu sprechen. Diese sind oft schon froh, wenn sie einen Patienten, der Angst vor Panik auf der Autobahn hat, wegen der praktischen Konfrontation zu einem Angsthasenfahrlehrer schicken können.

Umgekehrt sinkt die Zahl der Fahrschüler. Wer sich als Fahrlehrer/in nur auf die Ausbildung von Fahrschülern verlässt, sieht sich oft in schwerer Konkurrenz mit anderen Fahrschulen, die sich einen harten Preiskampf liefern. Wenn alle dann mit den Preisen runter gegangen sind, werden die Aussichten auf ein auskömmliches Wirtschaften immer schlechter.

Von daher kann man die Kollegen/innen nur ermuntern, sich ein neues berufliches Betätigungsfeld zu suchen.

Ich finde das ökonomische Argument wichtig, aber nicht entscheidend. Man wird sowieso einige Jahre Erfahrungen sammeln müssen, bis man als Angsthasenfahrlehrer beruflich fit ist und gut davon leben kann. Entscheidend ist, wie immer in solchen Fällen, die Einstellung zu der neuen Tätigkeit und zu der neuen Zielgruppe der Angsthasen.

Die Einstellung als Angsthasenfahrlehrer/in sollte positiv, engagiert sein, begleitet vom festen Willen, den betroffenen Menschen zu helfen und sich daher von überallher weiter zu bilden.

Wie sehen es die beteiligten Fahrlehrer/innen?

Fahrlehrer wollen vor allem beruflich befriedigend arbeiten: Interessant ist, dass die meisten der Fahrlehrer/innen, die bei mir ein Praktikum absolvierten, ganz gut verdienten. Ihnen war der ökonomische Aspekt gar nicht so wichtig. Sie erhofften sich schlicht und einfach eine neue berufliche Perspektive, neue Herausforderungen, neue Menschen mit ganz anderen Problemen, als von Fahrschülern gewohnt. Kurz gesagt, sie wollten beruflich befriedigender arbeiten.

Auch hatten sie es schon oft erlebt, dass Angsthasen in ihren Fahrschulen vorsprachen und um Hilfe baten. Einige hatten es es schon mit ihnen versucht, waren aber letztlich daran gescheitert. Sie hatten die Angsthasen behandelt wie sogenannte “Auffrischer”.

Angsthasen sind keine Auffrischer!

Gemeinsam ist beiden Gruppen, dass sie den Führerschein besitzen und längere Zeit nicht mehr gefahren sind.

Die Gründe der Fahrvermeidung sind jedoch verschieden:

  • Angsthasen leiden durch ihre je individuelle Vorgeschichte an Fahrängsten, daher meiden sie das Fahren. Sie fürchten durch weiteres Fahren anderen zu schaden, schwere Unfälle zu verschulden. Im Mittelpunkt der Betreuung steht bei ihnen daher die Beschäftigung und der Umgang mit ihren Ängsten. Nebenbei spielt bei ihnen wegen der langen Fahrvermeidung auch die Wiederholung des Stoffs eine gewisse, aber nicht entscheidende Rolle.
  • Auffrischer sind ebenfalls lange nicht gefahren, jedoch nicht aus Angst, sondern aus äußeren, außerhalb ihrer Person liegenden Gründen: Familiäre, berufliche, finanzielle Gründe. Bei ihnen spielt die Schulung, die Wiederholung des Stoffs eine große Rolle. Sie haben keine Angst vor dem Fahren, sondern höchstens, wie sie es selbst sagen, “Respekt”.

Wenn Sie mit einer Angsthäsin Stoffwiederholung üben, so ist das nicht schlecht. Dennoch geht es am Kern ihrer Probleme vorbei. Genau das ist ja dem Fahrlehrer im obigen Beispiel passiert, der mit der Angsthäsin nur  das Anfahren übte, nicht mehr, und sich wunderte, dass sie immer noch verzweifelt war. Er hatte geglaubt, er könne die psychischen Probleme der Angsthäsin mit Fahrlehrererfahrung lösen. Komplett daneben!

Aus meiner langen Erfahrung in der Fortbildung von Fahrlehrern kann ich nur vor der verbreiteten Einstellung warnen, man könne Angsthasen so nebenbei, mit dem vorhandenen Wissen, “schulen”.

Es geht bei Angsthasen nicht um “Schulung”, sondern um Betreuung!

Betreuung und die davon abgeleiteten Betreuungsstunden, das sind nun ganz wichtige Begriffe. Sicher, auch Angsthasen müssen nach langer Fahrvermeidung ihre Fähigkeiten wieder auffrischen, sie müssen wieder lernen, wie man über Kreuzungen fährt oder den Fahrstreifen wechselt. Darin unterscheiden sie sich in nichts von Fahrschülern.

Darüber hinaus aber lernen Angsthasen mit Ihrer Hilfe, mit ihren Ängsten fertig zu werden. Dabei müssen Sie das ganze Arsenal der Angstbewältigung vermitteln. Das ist der Teil der Arbeit mit Angsthasen, die ich Betreuung nenne. In Betreuungsstunden wird beispielsweise sehr viel gesprochen, während einer regelrechten Fahrpause, über blockierenden Gedanken, oder es werden Entspannungsübungen trainiert. Im Schnitt wird in Betreuungsstunden die Hälfte der Zeit gesprochen, in Fahrstunden wie bekannt meistens zum Schluss.

Überblick über das Praktikum Betreuung fahrängstlicher Menschen:
Keine Angst vor dem Auto , keine Angst vor dem Autofahren

a) Ablauf des Praktikums

  • Dauer: 5 Tage, von Montag bis Freitag. Eventeuell auch Teilnahme am Angsthasentreffen am Sonnabend.
  • 4 Tage je eine Doppelstunden praktische Betreuung im Fahrschulwagen oder im Wagen der Betroffenen. Freitag nur eine Doppelstunde, Sonnabend Angsthasentreff.
  • Folgende Betroffene mit Angst beim Fahren werden vorgestellt und betreut (eine Garantie, dass all diese Ängste in der einen Woche gerade behandelt werden können, gebe ich natürlich nicht. Ich bemühe mich selbstverständlich):- Fahrschüler: Prüfungsangst. Angst vor der Ausbildung, vor den Fahrlehrer
    – Führerscheinbesitzer: Fahrangst im Großstadtverkehr.
    Beispielsweise Unfallangst und große Verunsicherung, nach mehreren Beinah-Unfällen; soziale Angst, d.h. Angst vor dem Autofahren im Verkehr, Angst vor anderen Verkehrsteilnehmern, soweit sie hinten auftauchen, hupen und drängeln.
    – Autoangst, Angst vor dem Auto als gefährlicher Maschine.
    – Angst vor Panik auf der Autobahn (in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Therapeuten).
    Nach und vor der Stunde gibt es Gespräche zur Angstbewältigung:
    Welcher Art sind die Ängste? Wie lassen sie sich mildern?
    In welchen Situationen traten Ängste auf? Wie stark?
    Welche körperlichen Symptome traten auf? Wie konnten sie gemildert werden?
    Welche Angstgedanken plagten die Betroffenen? Wie ließen sich diese bewältigen?
    Wie lässt sich die Angst vor Fehlern und Fehlverhalten mildern (Fehlerkorrektur-Übungen)?

    • Methoden der Gesprächsführung: Beim einführenden Interview, zur Entstehung, Art und Intensität der Angst; bei den Betreuungstunden, zur Überwindung blockierender Gedanken
    • Diskussion von Fachthemen, darunter:
      • Wünsche und realistische Ziele der Betreuung. Hindernisse. Planung
      • Rechtliche Regelungen; wie sieht die AGB aus?
      • Wirtschaftliche Chancen; Preisgestaltung
      • berufliche Kompetenz des Fahrlehrers für fahrängstliche Menschen;
      • Hintergründe der Angstentstehung und Angstbewältigung; Überblick über das Programm Fahrangstbewältigung;
      • Zusammenarbeit mit Therapeuten, mit Prüfern; Tipps zum Neustart.
      • Zu den Fachthemen erhalten die Teilnehmer schriftliche Unterlagen ausgehändigt.
      • Zum Schluss des Praktikums gibt es eine Bilanz und eine kleine, schriftliche Arbeit mit Sachfragen, inwieweit die wichtigsten Punkte verstanden worden sind.

b) Behandlung wichtiger Bestandteile des Programms Bewältigung von Fahrangst

  • Einführungsgespräch und Probefahrt: Wie führe ich ein strukturiertes Interview, wie gestalte ich eine Probefahrt, um mir ein gründliches Bild der Vorgeschichte zu verschaffen?
  • Einzelgespräch: Wie gestalte ich ein Einzelgespräch über die Angstgedanken oder über die Angst vor körperlichen Symptomen? Wie kann ich die Angstbewältigung im Gespräch voranbringen? Was verhalte ich mich, wenn der Betroffene auf seinen Angstgedanken beharrt und Widerstand leistet?
  • Betreuungsstunden: Wie geschieht Angstbewältigung in den Betreuungsstunden, mit dem Fahrschulfahrzeug oder mit dem eigenen Fahrzeug?
  • Wie bringe ich die Betroffenen dazu, mit dem eigenen Auto selbständig und angstfrei zu fahren?
  • Sie bauen eine Homepage auf oder entwickeln diese weiter? Auf der Homepage sollte auf die Angsthasenbetreuung und die 7 Schritte der Bewältigung von Fahrangst verwiesen werden. Die 7 Schritte sind beschrieben im Ratgeber zur Bewältigung von Fahrangst: F. Müller und H.J. Ruhr: Keine Angst mehr hinterm Steuer. Springer Heidelberg 2009.
  • Wir empfehlen, nach etwa einem halben Jahr und ersten Erfahrungen in der Betreuung fahrängstlicher Menschen das Praktikum zu wiederholen.

Am wichtigsten ist für Sie ist der praktische Einstieg in die Angsthasenbetreuung. Den vermittelt Ihnen das Praktikum. Damit haben Sie den ersten Schritt getan.

Alle Teilnehmer können sich bei Problemen an die Angsthasenfahrschule Frank Müller wenden und um Rat bitten. Mobil 0163 4281079 oder info@auto-angst.de

Kosten des Praktikums  und Bescheinigung

Das Praktikum kostet 400 €.

Darin sind folgende Leistungen enthalten:

  • Vier Tage Teilnahme an Betreuungsfahrten,
  • gemeinsame Auswertung,
  • Einzelschulung über die entsprechenden Fachthemen
  • und abschließender Test.
  • Teilnahme am Angsthasentreff und gemeinsame Auswertung.

Am Schluss erhalten Sie eine Bescheinigung über das Praktikum, in dem alle Teile des Praktikums aufgeführt sind, die Sie absolviert haben.

Achtung, für Fahrlehrer außerhalb Berlins: Bei der Unterkunftssuche können wir gern helfen.

Netzwerk von Angsthasenfahrschulen

Wenn Sie sich an dem Praktikum beteiligen und nach einem halben Jahr ein Folgepraktikum besuchen, werden sie mit ihrer Fahrschule in ein Online-Netzwerk von Angsthasen-Fahrschulen aufgenommen. Das Ziel ist, dass Betroffene sich im Online-Netzwerk informieren und eine Fahrschule aus ihrer Region finden. So müssen die Betroffenen zu ihrer Betreuung nicht mehr kreuz und quer durch Deutschland reisen.

Leider ist das Netzwerk, das muss man hier auch selbstkritisch sagen, bis jetzt kein bisschen weiter gekommen. Warum?? Dabei warten Millionen (!!) Betroffene auf unsere Hilfe.

Auf jeden Fall, das will ich hier noch einmal anmerken, können Sie sich bei schwierigen Problemen jederzeit an mich wenden:

Frank Müller

Email info@auto-angst.de

Mobil 0163 4281079

Leitfaden für künftige Angsthasenfahrlehrer und für Angsthasen

Für alle Interessenten steht der Ratgeber von F.Müller und H.J. Ruhr “Keine Angst mehr hinterm Steuer” bereit. Dieser ist nach wie vor aktuell und gültig, vor allem mit den  dort entwickelten sieben Schritten zur Bewältigung der Fahrangst.

Darüber hinaus ist es wichtig, einen Leitfaden für Fahrlehrer und Betroffene zu verfassen, in den die vielen praktischen Erfahrungen seit der Herausgabe des gerade erwähnten Ratgebers einfließen. Dafür soll diese Webseite stehen, die den Ratgeber bewahrt, aber die neuen Erfahrungen mit einbezieht.

Der Leitfaden steht bald allen Interessierten zur Verfügung, er ersetzt aber nicht die Erfahrungen eines Praktikums. Vor allem soll der Leitfaden die Arbeit künftiger Angsthasenfahrlehrer erleichtern.

PS Profi Fahrlehrer-Ausbildung und Fortbildung: Kurse und Veranstaltungen

Jahrelang war die Angsthasenfahrschule Frank Müller bei der “PS-Profi GmbH, Fahrlehrer-Ausbildung und Fortbildung” beheimatet. Ich habe dort als Dozent gearbeitet, viele Kurse zum Thema Prüfungsangst und Fahrangst geleitet. Ihrem Leiter, Walter Paulsen, fühle ich mich freundschaftlich verbunden.

Die PS-Profi GmbH ist ein Verbund aus Fahrschule, Fahrlehrer-Ausbildungs- und Fortbildungsstätte und Berufsausbildung für Kraftfahrer. Viele der Kurse, die die PS-Profi GmbH anbietet, sind von der Arbeitsagentur als förderungswürdig anerkannt.

PS-Profi Bildungszentrum in Neukölln, Silbersteinstraße 5
PS-Profi Bildungszentrum in Neukölln, Silbersteinstraße 5. Dort finden die Kurse statt. Zur Anmeldung für einen Kurs bitte immer bei der Verwaltung in der Hohenstaufenstr. 65 melden.

Die PS-Profi GmbH hat zwei Sitze:

1. Verwaltung:
Berlin Schöneberg, Hohenstaufenstraße 65, 10781 Berlin
Festnetz 030 45096125
Mobil 0176 30644861
Öffnungszeiten Mo – Do 09.00 – 18.00 Uhr Fr 10.00 – 16.00 Uhr
Verkehrsverbindung U Viktoria-Luise-Platz Bus 204
2. Aus- und Fortbildung:
Berlin Neukölln, Silbersteinstraße 5, 12051 Berlin
Festnetz 030 45092260
Mobil 0176 70557056
Öffnungszeiten Mo – Fr 12.00 – 18.00 Uhr Bei Fortbildung schon früher
Verkehrsverbindung U und S Neukölln
Emailadresse (für alle) ps-profi@hotmail.com

Weil es die PS Profi GmbH aus bestimmten Gründen nicht so sehr mit dem Internet hat, veröffentliche ich hier ihre Kurspläne für das restliche Jahr 2019 (das ist alles abgestimmt):

Kurspläne PS-Profi GmbH 2019

 

Eine Angsthäsin schreibt Romane

Mord auf dem Schlachtensee

Eine Angsthäsin schreibt Romane. Das passt gut in meine Rubrik “kreative Angsthäsinnen”. Alexandra habe ich interviewt über ihre Biografie als Autofahrerin.

Autorin und (ehemalige Angsthäsin) Alexandra Leitor
Autorin und (ehemalige Angsthäsin) Alexandra Leitor

 

 

Bei unseren paar gemeinsamen Fahrten im Fahrschulauto hat sie mir von ihren Roman-Plänen erzählt. Ich  Ich fand es unglaublich, wie sie noch Zeit dafür fand,  als liebevolle Mutter zweier Kinder, Berufstätige, und im Haushalt.  Sie schreibt konsequent an den Vormittagen, wenn die Kinder in der Schule sind.

Alexandra schreibt an einer Rivalinnen-Trilogie:

Eine Trilogie ist laut Wikipedia ein dreiteiliges Kunstwerk, das einen inneren Zusammenhang hat.

Alexandra ist die x-te Nachfahrin von Theodor Storm, Jahrgang 1978, in Berlin West aufgewachsen, hat Soziologie und Psychologie studiert.

  • Den ersten Roman, den es schon zu kaufen gibt – “Keine Angst vorm Erben” – sehen Sie unten beschrieben. Er handelt vom mühseligen Familien- und Berufs-Alltag einer Alleinerziehenden. Ihr fällt unverhofft ein großes Erbe zu, das sie sich allerdings mit Hilfe einer Freundin erschwindelt hat. Über die Verteilung des Erbes geraten die beiden in schweren Streit. Das Buch ist bei Amazon oder im Buchhandel zu kaufen.
  • Der nächste Roman ist am 1.11.19 erschienen. Die Geschichte spielt im Milieu Zehlendorfs, in der Villa eines Miethais. Es kommt zu einem Mord. Dieser Roman heißt “Keine Angst vorm Baden”. Der Roman ist ebenfalls  bei Amazon gelistet. Prime-Kundinnen können ihn kostenlos lesen oder für den eBook-Reader kindle für 2,99 € herunterladen.
  • Der dritte Roman ist noch in Arbeit, er trägt den Titel “Keine Angst vorm Ende” und erscheint am 1.11.20
  • Ein vierter Roman ist ebenfalls im Entstehen, außerhalb der schon beschriebenen Roman-Trilogie. Er handelt von einer Hebamme, die weder die Schwangeren noch frisch gebackenen Mütter besonders liebt. Für Liebhaber/innen der psychischen Abgründe. Der Roman trägt den Arbeitstitel “Als die Fee erlosch. “

Die Beschreibung ihres ersten Romans, “Keine Angst vorm Erben”:

  • Titel: Keine Angst vorm Erben
  • Autorin: Alexandra Leitor
  • Genre: Berlin-Roman, Gesellschaftsroman, Liebe, Spannung
Wenn Sie auf das Bild klicken, können Sie das Buch bei Amazon aufrufen
Wenn Sie auf das Bild klicken, können Sie das Buch bei Amazon aufrufen

Die psychisch labile und alleinerziehende Julia kämpft sich nach einem Burn-Out zurück an ihren alten Arbeitsplatz in einem Berliner Jobcenter. Sie trifft auf kontrollierende Vorgesetzte, renitente und verzweifelte Kunden und eine feindselige Kollegenschaft mit DDR-Vergangenheit. Ihre Ängste und Unsicherheiten bekämpft Julia mit Tabletten und dem Murmeln von hinduistischen Mantras. Um nicht erneut in eine Außenseiterposition zu geraten, freundet sie sich mit der schillernden Kollegin Freya an, die Julia nach und nach mit ihren rassistischen Äußerungen verschreckt.

Julia, selbst Mutter eines dunkelhäutigen Kindes, ist entsetzt über die Ansichten ihrer Kollegin und bekommt gleichzeitig Druck aus ihrem linksgrünen Umfeld, sich von der Kollegin zu distanzieren. Es kommt zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden Frauen.

Trotz der Differenzen fahren die beiden Frauen gemeinsam nach Süddeutschland, um im Haus von Julias verstorbenen Onkels nach dem Rechten zu sehen. Sie finden ein Testament, in dem Julias Onkel sein gesamtes Erbe einer rechten Partei vermacht. Freya fordert Julia auf, das Testament zu vernichten, um an das Erbe zu kommen. Julia windet sich und kann sich nicht entscheiden, hält aber Freya nicht davon ab, das Testament zu verbrennen. Das Erbe geht daraufhin an Julias Mutter, eine esoterische und etwas weltfremde Frau, die ihrer Tochter einen Großteil des Geldes schenkt.

Freya hat derweil den attraktiven afrikanischen Jobcenter-Kunden Bommi kennengelernt und wird kurz darauf schwanger. Freyas negative Seiten treten jetzt deutlich zum Vorschein: Sie erpresst Julia mit der Testamentsvernichtung und fordert einen Großteil des Erbes, um ein neues Leben im Ausland zu beginnen. Julia ist verzweifelt und gerät zunehmend unter Druck.

Der zweite Roman “Keine Angst vorm Baden”:

Zweiter Roman der Autorin Alexandra Leitor "Angst vorm Baden"
Zweiter Roman der Autorin Alexandra Leitor “Angst vorm Baden”. Bitte auf das Bild klicken, um die Buchbeschreibung bei Amazon zu sehen.

In einem alten verfallenen Gründerzeitbau im ersten Stock in Berlin -Steglitz wohnt die weltfremde Endzwanzigerin Jael, die ihr Studium geschmissen hat und als Altenpflegehelferin jobbt. Sie lebt planlos vor sich hin, kifft viel und führt einen aussichtlosen Kampf gegen ihren immer wieder auftretenden Stimmverlust, ihre diversen Ängste sowie gegen ihre destruktiven Männerbeziehungen.

Ein Jahr zuvor ist ein Stockwerk unter ihr die Jobcenter-Mitarbeiterin Julia (Ende 30) mit ihrer Familie in das Mietshaus eingezogen: Mit ihrem Partner Bommi und mit ihren beiden Söhnen Noah und dem kleinen entwicklungsverzögerten Emmanuel. Julia hat nicht nur Schwierigkeiten mit ihrem Partner und ihren Kindern, sondern auch mit ihrer Chefin und mit ihrer esoterischen und immer seniler werdenden Mutter. Als hätte Julia nicht genug um die Ohren, trifft sie zufällig ihre alte Freundin-Feindin Freya wieder, mit der sie eine lange schmerzhafte Geschichte verbindet. Freya drängt sie, den Kontakt zwischen ihnen wieder aufleben zu lassen, was Julia ablehnt.

Die dritte und letzte Mietpartei des Steglitzer Altbaus ist die undurchsichtige Deborah.

Als der alte Vermieter des Miethauses stirbt, kauft die Immobilienfirma Sisera AG das Gebäude. Schnell stellt sich heraus, dass die Firma die Altmieter verdrängen will, um die Wohnungen lukrativ zu vermarkten. Der Chef der Firma, der unsympathische und knallharte Wolfram von Grimmhausen, hat Gefallen an Lilly gefunden und lädt sie zu sich nach Hause ein.

In den nächsten Wochen stoßen den Bewohnerinnen des Hauses schlimme Dinge zu: Julia wird mehrfach beim Jugendamt angezeigt, dass sie ihren kleinen Sohn misshandelt; Bommi verlässt Julia, weil er es nicht erträgt, dass sein Sohn entwicklungsverzögert ist; Julia wird von ihrer Jobcenter-Chefin gequält und gemobbt. Lilly, die sich mit Julia angefreundet hat, kommt traumatisiert von ihrem Treffen mit dem Chef der Immobilienfirma Sisera AG zurück. Deborah wird bedroht.

Sie versuchen zu dritt einen Plan zu entwickeln, der drohenden Entmietung durch die Sisera AG zu entgehen.

Kurz darauf geschieht ein Mord.

 

 

 

 

 

Info/ Übersicht: Rettungsmaßnahmen am Steuer und Milderung körperlicher Symptome

“Ich brauche schnelle Hilfe!”

Rettungsmaßnahmen bei Kontrollverlust am Steuer und Hilfen bei der Milderung heftiger körperlicher Symptome

Alle Bemühungen, Ihnen mit Angst am Steuer zu helfen, beginnen mit Rettungsmaßnahmen, falls Sie die Kontrolle verlieren. Und setzen sich fort mit einfachen Hilfen, falls wegen Ihrer Angst heftige körperliche Symptome auftreten und freies, lockeres und sicheres Fahren unmöglich machen.

Sie sollten Routine entwickeln in der psychischen Selbsthilfe

Im nachfolgenden Papier, das Sie gleich per Link anklicken können, sind die wichtigsten Rettungsmaßnahmen im Notfall und Hilfen bei heftigen, blockierenden Symptomen zusammen gestellt. Das ist alles Ihr Übungsstoff, wenn Sie an Angst hinterm Steuer leiden. Drucken Sie sich das Papier am besten aus, und üben, üben, üben Sie, was Ihnen dort vorgeschlagen wird.

Beispiel: Sie fahren auf der Autobahn, korrekt 80, wie angezeigt. Ein Lkw hinter Ihnen fährt sehr nah auf. Sie haben ein flaues Gefühl, atmen immer schneller, schwitzen vor Angst. Angstgedanken: “Gleich rammt der mich. Es gibt einen schweren Unfall, andere sterben.”

Versuchen Sie, die Angstgedanken zu stoppen, Sie schaden Ihnen. Atmen Sie ruhig, sprechen Sie laut (wichtig, wegen der ruhigen Atmung!): “Mir geht es nicht gut. Ich will mich beruhigen. Der hat es eilig, er will mir nichts Böses. Ich bleibe ruhig und schaue ein bisschen hin und her.” “Vielleicht schalte ich mal das Warnblinklicht ein!” “Wenn er gar nicht verschwindet, nehme ich die nächste Ausfahrt.”

Das Training der Rettungsmaßnahmen und der Hilfe bei heftigen körperlichen Symptome muss zur Routine werden. Ohne groß nachzudenken. So, wie Sie es gewohnt sind, vor dem Bremsen noch kurz in den Innenspiegel zu schauen.

Es bringt auch Fortschritte, wenn sie anfangs nur mit der Vorstellung arbeiten

Sie können, wie in der Aufgabe 01 vorgestellt, diese Abläufe auch trainieren, indem Sie sich in ein stehendes Auto setzen und sich die Situation auf der Autobahn mit nahe auf fahrendem Lkw vorstellen. Für das Gehirn sind die beiden Situationen nicht so verschieden.

Rettungsmaßnahmen: Warnblinklicht. Ausfahrt
Milderung körperlicher Symptome: Ruhiges Atmen, lautes Sprechen. Lebhaftes Schauen.
Angstgedanken überwinden: Die schlimmsten Angstgedanken stoppen. Lkw-Fahrer: Seine Aktion anders bewerten.

Und hier der versprochene Link zu dem Papier:

Rettungsmaßnahmen und Hilfen bei heftigen körperlichen Symptomen

Italien und Carsharing

Italien und Carsharing – ein paar Anmerkungen zum nachfolgenden Bericht über erste Alleinfahrten

Selbständiges Fahren auf dem Berliner Stadtring. Tempo 80, viele, aber sehr sachte Kurven. Stufe 3 der Betreuung. Wir fahren im Mietwagen (car sharing)
Selbständiges Fahren auf dem Berliner Stadtring. Tempo 80, viele, aber sehr sachte Kurven. Stufe 3 der Betreuung. Wir fahren im Mietwagen (Carsharing)

Als Frau Sintermann zu mir kam, hat sie sich als “Angstpatientin mit Führerschein, aber ohne Fahrpraxis” bezeichnet. Wir sind anfangs im ruhigen Gewerbegebiet gefahren, dann im eher unruhigen Neukölln und auf der Autobahn. Problem bei ihr war immer wieder Hektik.

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Ihre erste praktische Aufgabe: Angst vor dem Auto? Hier lernen Sie, sich zu beruhigen!

Angst vor dem Auto, das Auto macht, was es will, bis zum Kontrollverlust
Angst vor dem Auto. Das Auto, macht, was es will, bis zum Kontrollverlust.  Beispiel: Gas und Bremse verwechseln

Ihre erste praktische Aufgabe: Angst vor dem Auto? Hier lernen Sie, sich zu beruhigen! (Aufgabe 01)

Ich habe in der ersten Vorbemerkung zu Ihrer Information angekündigt, dass Sie auf dieser Webseite Aufgaben gestellt bekommen. Diese sollen Sie mit den Abläufen, den Grundsätzen und der Art der Angstbewältigung vertraut machen, Ihnen auch in der Praxis die Angst vor dem Auto und dem Autofahren nehmen.

Sie sind ein Mensch mit Ihren Problemen, Ihrer Angst. Das ist nicht vergleichbar mit einer Aufgabe in der Mathematik, beispielsweise einer Gleichung. Deswegen ist die Sache auch verwickelter.  Jeder Mensch ist eben anders. Beispiel: Jemand mit Panik auf der Autobahn reagiert vielleicht auf eine bestimmte Kurve mit starken Symptomen. Ein anderer vielleicht auf einen nah fahrenden Lkw, oder die Furcht vor der nächsten Panikattacke. Aber die Sache ist dennoch zu schaffen, das soll Ihnen die erste praktische Aufgabe zeigen. Sie haben letztlich das Ziel, Ihre Angst hinterm Steuer zu bewältigen. Dazu benötigen Sie einige Zwischenstufen und Methoden, ihre armen, zitternden Nerven wieder zu beruhigen.

Ihre erste praktische Aufgabe: Angst vor dem Auto? Hier lernen Sie, sich zu beruhigen! weiterlesen

Ratgeber: “Keine Angst mehr hinterm Steuer”

Ideale Zusammensetzung: Angsthasenfahrlehrer und Therapeut schreiben einen Ratgeber für Betroffene

Angst vor dem Auto? Angst vor dem Autofahren? Hier im Ratgeber können sich Menschen mit Fahrangst über effektive Hilfen informieren

Ratgeber F. Müller, H.J. Ruhr: Keine Angst mehr hinterm Steuer
Ratgeber F. Müller, H.J. Ruhr: Keine Angst mehr hinterm Steuer. Verlag Springer. Heidelberg 2009.  Titel: Keine Angst mehr hinterm Steuer. Untertitel: In 7 Schritten zum Erfolg. Fahrängste bewältigen, sicher und gelassen Auto fahren. Mit 51 Abbildungen und 9 Tabellen. Autoren: Frank Müller, Fahrlehrer, Angsthasenfahrlehrer mit Angsthasenfahrschule, Dipl.Soziologe. Dipl.Psychologe Hans-Joachim Ruhr, Verhaltenstherapeut

Der Ratgeber entstand in zweijähriger Zusammenarbeit zwischen Angsthasenfahrlehrer Frank Müller und Verhaltenstherapeut Hans Joachim Ruhr. Sie haben zusammen Angsthasentreffen organisiert und bei den Betreuungsfahrten zusammen mit den Betroffenen die sieben Schritte zur Bewältigung der Fahrangst ausprobiert. Sie haben den Ratgeber mit Herzblut und viel praktischer Erfahrung geschrieben. An den sieben Schritten zur Angstbewältigung spürt man die kreative und fruchtbare Zusammenarbeit dieser beiden kompetenten Fachleute, die aus verschiedenen Richtungen kommen, sich zusammen finden, aber doch ihre je etwas andere Sichtweise einbringen.

Die beiden Autoren konnten den angesehenen Verlag Springer, Medizin, Soziologie, für die Publikation des Ratgebers gewinnen.

Der Ratgeber ist bei Amazon gelistet

Ratgeber "Keine Angst mehr hinterm Steuer" - Cover des Ratgebers bei Amazon
Ratgeber “Keine Angst mehr hinterm Steuer” Klicken Sie bitte auf das Bild. Der Link führt Sie zum Ratgeber bei Amazon

 

 

Bei Amazon wird der Ratgeber folgendermaßen vorgestellt: 

“Nach ADAC-Schätzungen haben in Deutschland mindestens eine Million Menschen mit Führerschein Angst vor dem Autofahren – sie fürchten z. B. Großstadtverkehr, Autobahnen oder Unfälle. Der Ratgeber für Betroffene zeigt in sieben Schritten, wie die Ängste zu verstehen und zu bewältigen sind. Diese Anregungen basieren auf Erfahrungen der Autoren mit der von ihnen entwickelten “Angsthasen-Methode” sowie auf Selbsthilfe-Methoden der Verhaltenstherapie. Mit Fragebögen zur Selbsteinschätzung, Selbsthilfetipps, Übungsaufgaben und Serviceteil mit Adressen.”

7 Schritte sollst Du tun

Warum gerade 7 Schritte – nicht 6 oder 10? H.J. Ruhr meinte dazu, 7 Punkte könne sich ein normaler Mensch gerade noch merken. Außerdem sei die Zahl 7 bei vielen Völkern schon immer etwas Besonderes gewesen.

Und hier die Zusammenstellung der 7 Schritte zur Bewältigung der Fahrangst:

  1. Ängste akzeptieren
  2. Körperliche Symptome benennen
  3. Gedankenfalle überwinden
  4. Autofahren auffrischen
  5. Angsthasenfahrstil üben
  6. Vermeiden vermeiden
  7. Selbständig fahren

Für wen kommt der Ratgeber in Frage?

  • Angsthasen, das sind Betroffene mit Angst vor dem schnellen, dichten Großstadtverkehr, Angst, etwas oder jemanden zu übersehen, einen Fehler zu machen, einen Unfall zu verschulden, bei dem andere zu Schaden kommen
  • Betroffene mit schwerer Angstreaktion auf der Autobahn (Panikattacken), Angst vor weiteren Panikattacken, vor Blockaden, Fehlern und Unfällen
  • Fahrschüler/innen, die Angst vor der Ausbildung und vor der Prüfung haben
  • Fahranfänger/innen und andere Autofahrer, die Stress und Angst vor Dränglern haben, besonders auf der Autobahn

Die Gliederung des Ratgebers

Der Ratgeber beginnt mit einer Einleitung zur Angstbewältigung und Erklärung zu den einzelnen sieben Schritten. Die weiteren Kapitel sind den einzelnen Fahrängsten gewidmet, wie gerade aufgezählt:  Beispielsweise Ängste im Großstadtverkehr, Angst vor Panik auf der Autobahn, Prüfungsangst (praktische Fahrprüfung).

Der Ratgeber zeigt nun für die Betroffenen – mit ihren gerade geschilderten Ängsten -, wie sie die sieben Schritte  bei den Betreuungsfahrten umsetzen können, um ihre Ängste hinterm Steuer zu mildern oder zu bewältigen. Hat jemand beispielsweise Angst vor plötzlichen Panikattacken auf der Autobahn, dann gehört das “plötzlich” wahrscheinlich schon selbst zur Angst. Denn hinter “plötzlich” steckt, von der Angstreaktion überrascht werden, nicht mehr reagieren zu können,  Fehler zu machen, womöglich einen Unfall zu verschulden. Mit diesem Angstgedanken ist man aber ohnmächtig, Opfer. Man steckt in einer Gedankenfalle. Diese wollen wir aber überwinden. Sie erinnern sich – Schritt Nr. 3: “Gedankenfalle überwinden!”

“Plötzlich” kommt die Angst meistens nicht daher

“Plötzlich” muss aber gar nicht sein. Im zweiten Schritt beschäftigen wir uns mit den körperlichen Symptomen, diese sollten laut benannt werden. Dazu gehört auch, sich selbst zu beobachten und vor allem auf Symptome im Vorfeld zu achten – ein Gribbeln im Bauch, Druckgefühl in der Brust, schneller Atem, Hitze im Kopf. Gelingt es uns, diese Symptome schon im Vorfeld zu mildern, dann gibt es auch kein “plötzlich” mehr. Diese Erkenntnis ist für Paniker/innen eine riesengroße Erleichterung!

Zurück zu den 7 Schritten – das war gerade Training in Schritt 2 (Körperliche Symptome benennen) und Schritt 3 (Gedankenfalle überwinden).

Anleitung durch den Angsthasenfahrlehrer + selbständige Übungen

Der Ratgeber beschränkt sich nicht nur auf die Schilderung von Betreuungsstunden mit Fahrschulwagen und Begleitung durch den Fahrlehrer. Großer Wert wird dort auch auf Übungen in der Selbständigkeit gelegt. Im Kapitel Prüfungsangst wird beispielsweise den ängstlichen Prüflingen empfohlen, auf einem der speziellen Übungsplätze für Fahrschüler zu üben. Das fördert sicher das Selbstbewusstsein. Die Übungen sollten nicht vor der Ausbildung, sondern zum Schluss erfolgen, damit nicht durch einen inkompetenten Begleiter Falsches beigebracht wird. Anmerkung: Beim Üben mit einem Auto auf den speziellen Übungsplätzen muss immer ein Begleiter/ Beifahrer mit Führerschein dabei sein.

Erweiterung für den Ratgeber – fünf neue Themen

Seit dem Erscheinen des Ratgebers sind einige Jahre vergangen. Nun gab es in der Zwischenzeit viele neue Erfahrungen, von denen wir damals nichts wissen konnten. Ich habe darüber schon auf der Seite über meinen persönlichen Werdegang  geschrieben.

Für die Surfer/innen, die die entsprechenden Passagen nicht gelesen haben, hier noch einmal eine Aufzählung der fünf wichtigen Punkte oder besser Themen, die inzwischen neu dazu gekommen sind.  und den heutigen Ratgeber in Gestalt dieser Webseite bereichern sollen:

  1. Pädagogische Organisation der Betreuung in drei Stufen
  2. Mehr Unterstützung bei den Alleinfahrten in der letzten Stufe 3 (selbständiges Fahren)
  3. Mehr Unterstützung beim selbständigen Denken und Fahren: Sie erhalten viele Aufgaben im Text, einmal, um über Probleme und Hilfemöglichkeiten bei Angst hinterm Steuer nachzudenken; dann auch, um zu lernen, einfache Angstreaktionen beim Fahren zu mildern. Viele Angsthäsinnen fahren ja noch, zumindest im Stadtverkehr. Wenn das auch nicht mehr geht: Sie können sich wenigstens in ein stehendes Auto reinsetzen, tief atmen, mit den Übungen beginnen. Der Motor bleibt dann halt aus!
  4. Unterstützung, wenn das soziale Umfeld Probleme bereitet (das passiert leider öfter)
  5. Probleme und Hilfe bei den bei elektronischen Assistenzsystemen

Der erste Punkt – pädagogische Organisation der Betreuung – ist ganz neu. Er handelt vom sinnvollen Ablauf der Betreuung

Die Punkte 2. – 4. sollen die schon vorhandenen 7 Schritte nicht vermehren, sondern inhaltlich ergänzen. Es bleibt also bei den 7 Schritten.

Trotz dieser neuen Gesichtspunkte und Erfahrungen bleibt der alte Ratgeber dennoch gut, ich empfehle ihn allen neuen Betroffenen, mit Angst hinterm Steuer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Angsthasentreffen: Infos und Organisation zur Angsthasenbetreuung

“Es ist schön, andere Menschen kennen zu lernen, die ebenfalls Angst vor dem Autofahren haben. Das macht mir Mut, weiter zu machen!”

Thema des Angsthasentreffens sind die Fahrängste der Betroffenen und die Möglichkeiten der Hilfe.

Angsthasentreffen, Stuhlkreis im Theorieraum
Angsthasentreffen, die Tische sind entfernt, statt dessen ein Stuhlkreis im Theorieraum. So entsteht keine Lernatmosphäre. Der Stuhlkreis erleichtert die persönliche Mitteilung.

Viele Betroffene haben sich jahrelang mit ihrer Angst hinterm Steuer gequält, das Fahren vermieden, wussten nicht mehr weiter. Das Angsthasentreffen ist für alle ein schönes Angebot, sich Informationen zum Thema zu holen, andere kennen zu lernen, denen es ähnlich geht, vom Angsthasenfahrlehrer zu erfahren, wie Hilfe möglich ist. Das ist der erste, wichtige Schritt, die Angst zu bewältigen. Der Schritt erfordert von den meisten Mut. Denn sie werden von ihrem sozialen Umfeld oft mit Unverständnis behandelt.

Das Treffen ist kostenlos. All das zusammen mindert die Schwellenangst, die verständlicherweise besteht.

Achtung – nächstes Angsthasentreffen: Sa 30.11.2019, 15 Uhr, hier in der Fahrschule Glowalla. Thema: Fahrängste – wie bewältigen wir sie?

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Angsthasentreffen, Geschichten aus der Runde

“Ich verstehe Dich” – “ich rate Dir”

Angsthasentreffen:
Die Geschichten der Teilnehmer/innen

Angsthasentreffen, Stuhlkreis (hier noch in der alten Fahrschule)
Angsthasentreffen. Auf Bitten der Teilnehmer/innen sind die Gesichter im Foto angegraut. Die Tische haben wir beiseite geräumt. Die Beteiligten sitzen im Stuhlkreis. So entsteht keine Lernatmosphäre, im Gegenteil, gegenseitige Zuwendung. Alle können ihre bedrückenden Geschichten besser mitteilen, sich austauschen, gegenseitig Verständnis zeigen, sich aufmuntern. Als Angsthasenfahrlehrer höre ich ruhig zu, notiere wichtige Punkte am Smartboard, gebe einen Rat aus meiner praktischen Erfahrung.

Die Betreuung beginnt mit einer Einladung an alle Angsthasen/ Angsthäsinnen zu einem gemeinsam Treffen. Dort stelle ich unser Programm vor. Vor allem kommen die Anwesenden zu Wort, erzählen ihre Geschichte. Alle fühlen sich endlich verstanden, erhalten Trost. Sie lernen aber auch voneinander und von mir, dem Angsthasenfahrlehrer.

So beginnt und läuft der Prozess der Angstbewältigung:

  1. Die Betroffenen mit ihrer Angst hinterm Steuer fühlen sich verstanden, und
  2. sie erhalten einen vernünftigen Rat.

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